Behinderung & Wohlfühlen durch Sport
Behinderung
Behindert? – Damit habe ich nichts zu tun. Auch für mich galt dieser Ausspruch.
Ich hatte noch nie in meinem Leben Kontakt zu geistig oder körperlich behinderten Menschen. Sie waren nicht ausgeblendet - aber bewusst waren sie mir tatsächlich nicht. Oft kann man sich damit herausreden, dass es wohl zu schwierig sei, in kurzer Zeit die Sachverhalte und Umstände eines behinderten Menschen zu ergründen und nachzuvollziehen. Man tritt höflich zur Seite, öffnet Türen, erhebt sich mühselig von Sitzplätzen und wirft scheue Blicke den behinderten Mitmenschen nach.
Für mich persönlich kam der Tag der alles veränderte …
Ich (Harald Laas - Geschäftsführer der Organisation) selber 80 % Behindert - gerade in Kur ging abends in einem Pub - um ein wenig von meinem Alltag abzuschalten.
Das Lokal füllte sich zunehmend zumal an diesem Abend ein Live Musiker spielte. Geraume Zeit später sah ich der Tür herein fahrend im Rollstuhl (Beate R.) in Begleitung eines Mannes (Gunter R.).
Zu späterer Stunde als der angekündigte Musiker bereits seinen Auftritt hatte - als Gunter R. (selber Musiker) - die Chance nutzte, um sein können unter Beweis zu stellen.
Nun saß die Frau im Rollstuhl alleine an Ihrem Tisch und mein innerer Schweinehund überwand (ich weiß heute nicht wieso, warum !?) sich.
Ich ging zum Tisch der Rollstuhlfahrerin (Beate R.) und fragte ob Sie mit mir (Körperlich aussehend unversehrt!) auf die Tanzfläche gehen würde und mit mir versuchen würde einen Tanz zu wagen ?
Sie schaute mich mit glänzenden Augen und einem Lächeln an,
nahm mich an der Hand und rollte mit Ihrem Rollstuhl - ohne wenn und aber - zur Tanzfläche. Wir harmonierten beim Tanzen - während Ihr Mann (Gunter R.) sang.
Und aus einem Tanz wurden mehrere !
Das Publikum bemerkte die Freude von uns beide - klatschte zum Takt und Tanz der Musik.
Dieses Lächeln, das strahlen der Augen und die Wärme die von Herzen herübersprang, werde ich für immer in Erinnerung halten.
Dieser bewegte Moment veränderte von da an mein ganzes Leben.
Ich wurde ein Visionär - um sozial Schwachen, Kranken und behinderte Menschen zu helfen. Nach langjährigen Kampf um meine Erwerbsunfähigkeitsrente gründete ich die Organisation: Social Mistake Fürsorge gUG (haftungsbeschränkt)
Heute ist Beate Reiter eine meiner Mitarbeiterinnen und erfahren durfte ich, dass Sie im Bankdrücken zu den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro angemeldet war.
Aber leider kurzfristig aufgrund von Krebs (Leider heute immer noch) - Medikamente angewendet werden mussten, welche unter das Dopinggesetz fallend - Ihren Platz abgeben musste.
Man schaffte es aber trotzdem, dass Beate R. zumindest mitreisen und im Hause der deutschen Paralympics Teilnehmer wohnen durfte.
In Deutschland leben 6,6 Mill. körperlich behinderte Menschen. Dies ist ein Anteil von rund 8% der Bevölkerung. Jedoch besteht zwischen Behinderten und Nichtbehinderten eine Kluft, welche an Brisanz nicht verliert. Nichtbehinderte wissen meist nicht, wie sie sich angemessen verhalten sollen und meiden daher Kontakte; manche fühlen sich bereits durch den Anblick eines körperbehinderten Menschen gestört und provoziert. Es hilft kaum, wenn sie daran erinnert werden, dass sie selbst plötzlich als Folge einer Erkrankung, eines Verkehrs- oder Arbeitsunfalls für den Rest ihres Lebens schwer behindert sein können.
Für Nichtbehinderte ist es nicht nachvollziehbar, welche Veränderungen im Leben durch eine plötzliche Behinderung auftreten und erfolgreich bewältigt werden müssen. Denn in diesen Prozessen, welche durch den kürzlich behindert gewordenen Menschen zu leisten sind, kann man dem Problem der Behinderung in der Gesellschaft näher kommen und Ansatzpunkte für Veränderungen finden. Dies würde bedeuten, dass es möglich wird das Problem der Ausgrenzung durch eine „Andersartigkeit“ aufzudecken oder zu prüfen.
Behinderung wird im allgemein daran erkannt, dass irgendetwas als fehlerhaft oder defekt erscheint: im Körperbau, in den Bewegungsabläufen, in der Wahrnehmung, im Verhalten.
Ein solcher Begriff von Behinderung, der an dem äußerem Bild eines Individuum festgemacht wird, gehört zunächst in die Kategorie des Alltagswissens.
Eine objektive Diagnose fällt in die Zuständigkeit der Medizin. Hier gelten indessen grundsätzlich keine anderen Maßstäbe. Scheinbar subjektive Eindrücke sollen nach wissenschaftlichen Kriterien überprüft und so in gesicherte und sozialrechtlich handhabbare Erkenntnisse überführt werden. (siehe §3 SchwbG) Behinderung wird als Schädigung, ein Unvermögen, ein Nicht-Können verstanden. Diese Interpretation berücksichtigt eine rein medizinische Sichtweise, man betrachtet pathologische Faktoren, körperliche und geistige Beeinträchtigungen.
Es gibt durch Behinderung sehr viele psychische Probleme, welche sich am besten durch anderweitige Arbeiten und seinen Körper stärkend lindern lassen.
Dazu gehört unter anderem:
Wohlfühlen durch Sport
Sport hat positive Effekte auf Muskeln, Herz und Psyche.
Auch Menschen mit einer Behinderung können von regelmäßiger Bewegung und den damit verbundenen Kontakten profitieren.
Auf Sport zu verzichten, das war für Manfred H. nie eine Option. Seit 1978 sitzt der heute 72-jährige Frankfurter nach einem schweren Bandscheibenvorfall im Rollstuhl.
Er hat Bogenschießen ausprobiert und war lange Zeit als Rollstuhl-Basketballer aktiv.
Vor rund zehn Jahren wechselte er vom Spielfeld aufs Parkett und hält sich seither mit Tanzen fit. Mindestens einmal in der Woche trifft er sich mit anderen zum Training in der Turnhalle der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik in Frankfurt.
Vor Turnieren stehen auch mal zwei oder drei Trainingstage pro Woche auf dem Plan.
Die Amateurgruppe hat sich auf Standardtänze spezialisiert, Manfred H. mag am liebsten langsamen Walzer und Tango.
Nach einem zweistündigen Training weiß der ehemalige Verwaltungsfachangestellte, was er getan hat: "Da fließt der Schweiß schon ordentlich."
Jede Bewegung, jede Drehung mit dem Rollstuhl sei harte Arbeit.
Vor allem in den ersten Jahren, als er noch eine Tanzpartnerin hatte, die ebenfalls im Rollstuhl saß, sei es richtig anstrengend gewesen.
Aus gesundheitlichen Gründen musste sie aufhören, seitdem tanzt Manfred H. regelmäßig mit einer "Fußgängerin", wie er sagt. Das sei leichter.
Sport mit Handicap: Mehr Lebensqualität durch soziale Kontakte
Gerade für Menschen mit Handicaps hat körperliche Aktivität viele positive Aspekte – neben den zahlreichen vorbeugenden Effekten auf Muskulatur, Herz-Kreislauf-System oder Psyche, von denen jeder Sportler profitiert. "Beispielsweise kann bei ihnen die durch motorische Einschränkungen reduzierte Beweglichkeit verbessert werden", sagt Dr. Volker Anneken, Leiter des Frechener Forschungsinstituts für Inklusion durch Bewegung und Sport.
Eine maßgebliche Rolle spiele aber vor allem das individuelle Wohlbefinden. "Wir konnten in mehreren Studien zeigen, dass bei Menschen mit Querschnittslähmungen, Amputationen oder auch Patienten mit Multipler Sklerose die Lebensqualität durch regelmäßige sportliche Aktivitäten deutlich höher ist als bei denjenigen, die inaktiv sind", erläutert Anneken.
Durch gemeinsame Aktivitäten und den Austausch mit anderen Sportlern fühlen sich Menschen mit Handicap stärker in die Gemeinschaft eingebunden.
Auch für Manfred H. war Sport immer weit mehr als nur körperliche Bewegung.
"Ich brauche die sozialen Kontakte in der Gruppe".
Wenn ich mal gesundheitsbedingt längere Zeit im Krankenhaus war und nicht trainieren konnte, hatte ich immer schnell das Gefühl, dass mir etwas fehlt."
Trotz Behinderung den Spaß an der Bewegung behalten.
Daniela S. (35) ist beim Training ebenfalls nie allein. In die Berliner Kletterhalle des Deutschen Alpenvereins begleiten sie ihre Kinder, ihr Mann oder andere Menschen mit Handicap. Gesichert mit Seilen, ertastet sie sich den Weg nach oben, manchmal mithilfe von Zurufen wie "Auf drei Uhr!".
Aufgrund eines Gendefekts verlor sie als Schulkind nach und nach ihr Augenlicht.
Was sie nicht verloren hat, sind der Spaß an Bewegung und das Verlangen nach sportlichen Herausforderungen.
Vor einem Jahr entdeckte sie das Klettern für sich. Ihre Kinder schwärmten ihr davon vor. Zweifel, dass ihre Mama das trotz Sehbehinderung kann, hatten die beiden nie. Das Besondere am Klettern sind unter anderem die vielfältigen Trainingseffekte. Es kräftigt die gesamte Körpermuskulatur, fördert Koordinationsfähigkeit, steigert Konzentration und Aufmerksamkeit. Kletternde erzielen rasch Erfolgserlebnisse, die ihnen guttun.
Schon nach einem Jahr fühlt sich Daniela S. an der Wand sicher und routiniert:
"Ich würde mich als ambitionierte Amateurin bezeichnen."
Der Leistungs- und Wettbewerbsgedanke übe durchaus eine gewisse Faszination auf sie aus. Lange Zeit hat sie diese Faszination auch gelebt.
Bei den Paralympics erschwamm sie sich mehrere Gold- und Silbermedaillen.
Dabei wollte sie den Sport nach ihrer Erblindung an den Nagel hängen.
Doch ihr Vater meldete sie drei Jahre später einfach beim Behindertenschwimmen an.
"Zum Glück!", sagt Daniela S. – nicht nur im Hinblick auf ihre Medaillen.
"Ich fühle mich im Wasser viel freier. Hier ist es nicht so wichtig, ob ich sehen kann".
Einzel- und Teamsportarten für Menschen mit Behinderung
Menschen mit einem Handicap erkennen beim Sport oft auch, dass sie doch viel mehr können, als sie sich selbst zutrauen. Lang ist die Liste der Sportarten, die auch Menschen im Rollstuhl, mit Sehbeeinträchtigung oder anderen Behinderungen ausüben können. Prinzipiell kann jeder etwas finden.
Es gibt Einzelsportarten wie Pole Wheeling – eine Variante des Nordic Walkings für Rollstuhlfahrer – ebenso wie diverse Teamaktivitäten, zum Beispiel Sitzfußball, Blindentennis, Rudern, Boccia, Golf und Wasserski.
Jetzt im Winter können Menschen mit Handicap mithilfe spezieller Sportgeräte Pisten bezwingen, Langlaufloipen absolvieren oder Skitouren unternehmen.
Wer es geselliger mag, versucht sich etwa beim Curling oder im Eishockey.
Es mangelt noch an Verfügbarkeit und Barrierefreiheit
Es mangelt also nicht an der Vielfalt der Möglichkeiten, sondern oft an deren Verfügbarkeit in unmittelbarer Wohnortnähe.
Menschen, die in einer Großstadt leben, haben es oft leichter.
In ländlichen Regionen sieht es dagegen häufig nicht so rosig aus.
"Wenn man erst einmal sehr lange Wege zurücklegen muss, um überhaupt zum Sport zu kommen, ist das ein großer Hinderungsgrund", sagt Wissenschaftler Anneken.
Der Experte bemängelt außerdem die eingeschränkte Barrierefreiheit vieler Sportstätten.
Er erfährt im Zuge seiner Arbeit zwar immer wieder, dass Sportverbände und Politik mehr Angebote für Menschen mit Handicap schaffen wollen. Doch alle Beteiligten müssen sich einsetzen, um solche Vorhaben zu planen oder auszubauen und daran hapert es oft.
Der Bedarf sei eindeutig da – sowohl der Wunsch nach speziellen Einrichtungen, die sich an den individuellen Handicaps orientieren, als auch nach inklusive Angeboten.
Viele Menschen mit Behinderung würden gern gemeinsam mit nicht Behinderten Sport treiben. Betroffenen, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Trainingsmöglichkeiten nutzen möchten, rät Teilhabe-Experte Anneken, direkt auf die örtlichen Sportvereine zuzugehen und nachzufragen.
Doch neben fehlenden Angeboten gibt es noch den einen Hinderungsgrund, den wohl jeder kennt: den inneren Schweinehund.
"Er ist bei jedem da, egal ob mit oder ohne Behinderung", sagt Anneken.
Dazu kommt, dass Menschen mit Handicap, die beispielsweise einen Unfall hatten und erstmalig mit schweren Beeinträchtigungen konfrontiert sind, zunächst ganz andere Sorgen haben. Doch gerade ihnen helfe es, beim Sport die Herausforderungen anzunehmen, um körperlich und psychisch widerstands- und leistungsfähiger zu bleiben.
(Dieses ist ein Bericht verfasst von: © CHRISTIAN KRUMM, 21.02.2018 alle Rechte liegen beim Berichtverfasser und können jederzeit verändert oder gelöscht werden ! )
Die Problematik für Behinderte besteht oft darin, dass aufgrund Ihrer Behinderung sehr viele oft keinen Arbeitsplatz finden und von der Sozialhilfe mit einem geringen Einkommen auskommen müssen.
Sportliche Aktivitäten oder sogar die Bereitstellung von Sportgeräten wie Hand-Bikes oder ähnliches, werden aufgrund der sozialen Gegebenheiten sehr stark eingeschränkt.
Auch zum Vergleich von: Nicht behinderten bei den Olympischen Spielen zu Behinderten bei den Paralympics.
Hier finden einige Sponsoren aufgrund von - PR Werbung - den Sponsoren-weg eher für sich zu den nichtbehinderten, als zu den Behinderten Sportlern der Paralympics.
Auch Paralympics Teilnehmer sind auf Sponsorengelder angewiesen, um überhaupt zu den Paralympics Orten zu gelangen !
Behinderte im Sport sind in diesem Fall von Förderung immer noch - LEIDER - als Randgruppe anzusehen, obwohl deren Leistungen um ein mehrfaches (aufgrund Ihrer Einschränkungen) zu bewerten sind.
Sehr viele Menschen, Firmen und Großunternehmen sind noch nicht gewillt diesen Behinderten, welche auch für Ihr Heimatland Deutschland Ihre Größe und Stärke zeigen - mit Spendengeldern zu fördern.
Unsere Organisation Social Mistake Fürsorge gUG (haftungsbeschränkt)
möchte auf der Grundlage: Förderung von Behinderten-, Sport (DBSV) und Paralympics teilnehmende Personen fördern durch Spenden !
Behinderte in Ihren Willen zu stärken und zu zeigen, wie weit ein Behinderter in einer Sportart - sein gestecktes Ziel bis hin zu der Teilnahme an den Paralympics erreichen kann.
Wir werden Ihre / unsere Spenden entsprechend dem obersten Gremium der Behinderten im Sport dem:
Deutschen Behinderten Sportverband - zur Verteilung an den Allgemeinen Behinderten Sportverbänden in Deutschland - welcher auch die Auswertung der Paralympic Teilnehmern vornimmt übersenden.