Der International Tracing Service (ITS) in Bad Arolsen ist ein Zentrum für Dokumentation, Information und Forschung über die nationalsozialistische Verfolgung, Zwangsarbeit und den Holocaust sowie die Überlebenden in Displaced Persons Camps nach dem Ende des Dritten Reichs. Im Archiv des ITS sind die Schicksale von Millionen Opfern dokumentiert, deren Namen und Andenken es zu wahren gilt. 2013 wurden die Originaldokumente im Archiv des ITS sowie die Zentrale Namenkartei in das UNESCO-Register „Memory oft he World“ aufgenommen.
Der ITS sieht es als eine seiner Aufgaben, nachfolgenden Generationen nicht nur in Deutschland, sondern weltweit über die Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen die Werte der Demokratie zu vermitteln. Das fördert ein Bewusstsein, wohin Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus führen können.
Ein zentraler Baustein im pädagogischen Konzept des ITS ist die Erstellung von Unterrichtsmaterialien, um Kindern und Jugendlichen anhand von Dokumenten und persönlichen Schicksalen Informationen über die Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschland und die Lebenswege Überlebender vermitteln zu können. Es gibt bereits pädagogische Handreichungen des ITS über die Kartei der Reichsvereinigung der Juden, Kinder und Jugendliche als Verfolgte und Opfer, den Kindersuchdienst und zu Displaced Persons. Der ITS strebt an, ein weiteres Thema pädagogisch aufzubereiten:
- Entwicklung einer Unterrichtseinheit zu den „Todesmärschen“.
- Ergänzend dazu möchte der ITS interessierten Schülergruppen und Pädagogen Zuschüsse geben, um vor Ort das Archiv unter pädagogischer Anleitung für eigene Projekte und den Kompetenzerwerb nutzen zu können.