Der International Tracing Service (ITS) in Bad Arolsen ist ein Zentrum für Dokumentation, Information und Forschung über die nationalsozialistische Verfolgung, Zwangsarbeit und den Holocaust sowie die Überlebenden in Displaced Persons Camps nach dem Ende des Dritten Reichs. Im Archiv des ITS sind die Schicksale von Millionen Opfern dokumentiert, deren Namen und Andenken es zu wahren gilt. 2013 wurden die Originaldokumente im Archiv des ITS sowie die Zentrale Namenkartei in das UNESCO-Register „Memory oft he World“ aufgenommen.
Der ITS möchte zukünftig vermehrt Wissenschaftler und Pädagogen insbesondere aus Osteuropa unterstützen, um ihnen die Arbeit im Archiv des ITS zu ermöglichen.
Zudem sieht der ITS als seine Aufgabe an, wissenschaftliche Projekte und ihre Umsetzung in Ausstellungen, Dokumentationen etc. zu fördern.
Ein wichtiger Forschungsschwerpunkt des ITS sind Displaced Persons (DPs). Den Begriff prägten die Alliierten für die Millionen von Menschen, die vom nationalsozialistischen Deutschland verschleppt worden waren und sich nach der Befreiung nicht mehr in ihrem Ursprungsland befanden. Zu diesem Thema hat der ITS die Wanderausstellung »„Wohin sollten wir nach der Befreiung?“ Zwischenstationen: Displaced Persons nach 1945« konzipiert, die sich erstmals systematisch mit DPs verschiedener Opfergruppen beschäftigt und unterschiedliche Facetten des Lebens in DP-Camps sowie der alliierten Fürsorge darstellt. Parallel zur Ausstellung wurde ein umfassendes DP-Camp-Verzeichnis für die alliierten Westzonen Deutschlands erarbeitet, das im Internet von Überlebenden und Nachfahren sowie Wissenschaftlern als Informationsmedium genutzt werden kann.
Nun möchte der ITS daran anknüpfend auch weiterhin Forschung zum Thema DPs und DP-Camps leisten und voranbringen. Mit Hilfe Ihrer Spende möchten wir gerne folgende Projekte möglich machen:
- Netzwerktreffen mit Wissenschaftlern und Forschern aus dem In- und Ausland
- Eine internationale Konferenz über Displaced Persons und eine anschließende Publikation