Der International Tracing Service (ITS) in Bad Arolsen ist ein Zentrum für Dokumentation, Information und Forschung über die nationalsozialistische Verfolgung, Zwangsarbeit und den Holocaust sowie die Überlebenden in Displaced Persons Camps nach dem Ende des Dritten Reichs. Im Archiv des ITS sind die Schicksale von Millionen Opfern dokumentiert, deren Namen und Andenken es zu wahren gilt.
2013 wurden die Originaldokumente im Archiv des ITS sowie die Zentrale Namenkartei in das UNESCO-Register „Memory oft he World“ aufgenommen. Um den Erhalt dieser bedeutenden Dokumente zu sichern, darf heute kein Besucher mehr die Originale besichtigen oder gar berühren. Doch sind die Dokumente und die Namenkartei mit 50 Millionen Hinweiskarten zu 17,5 Millionen Menschen weltweit ein einzigartiges Mahnmal aus Papier.
Der ITS möchte für Besucher eine kleine Ausstellung mit Faksimiles dieser Dokumente sowie den Kartons und Regalen anlegen. Damit soll die historische Arbeitsweise mit dieser Zentralen Namenkartei und den Dokumenten anschaulich gemacht werden. Die Suche nach Opfern und Überlebenden kann so erst als kulturgeschichtliches Zeugnis über diese enorme humanitäre Aufgabe der Nachkriegszeit verstanden werden.