Worum es geht
Die Demokratische Republik Kongo ist mit einem Ebola-Ausbruch konfrontiert, der sich rasch ausbreitet. Gegen die Variante Bundibugyo, die den aktuellen Ausbruch verursacht, gibt es keine zugelassene Impfung.
Was diese Epidemie zusätzlich gefährlich macht, ist der Kontext, in dem sie ausbricht: Die derzeit betroffene Region Ituri liegt direkt an der Grenze zu Uganda und Südsudan. Die Region Ituri leidet unter einer der weltweit größten humanitären Krisen, die durch Vertreibung, extremen Hunger und geschlechterspezifische Gewalt geprägt ist.
Ebola-Virus trifft eine Region am Ende ihrer Kräfte
Im Jahr 2025 wurden nur 24 % des humanitären Bedarfs gedeckt, für 2026 sind 34 % abgedeckt. Durch den permanenten Mangel an Ressourcen waren die Gesundheitssysteme nicht in der Lage, das Virus rechtzeitig zu erkennen und einzudämmen. Mit nur einer Ärztin bzw. einem Arzt pro 5.000 Einwohner*innen und über 70 durch bewaffnete Konflikte zerstörten Gesundheitseinrichtungen fällt es den Gesundheitsbehörden der Demokratischen Republik Kongo schwer, neue Infektionen frühzeitig zu erkennen und Infektionsketten zu unterbrechen.
Es besteht die Gefahr, dass die Epidemie die Grenzen in weitere Länder überschreitet.
Laut Manel Rebordosa, Nothilfekoordinator von Oxfam in der Provinz Ituri, fehlt es im Epizentrum des Ebola-Ausbruchs im Osten der Demokratischen Republik Kongo an grundlegender Wasserversorgung, die in jeder Gesundheitskrise zentral wäre. In den umliegenden Minengebieten gebe es weder Toiletten noch Möglichkeiten zum Händewaschen, und die Arbeiter*innen kehrten anschließend in bereits betroffene Gemeinden zurück. Zudem seien die Kosten für sauberes Wasser hoch: Zwanzig Liter kosteten etwa zwei US-Dollar und seien für viele Familien nicht bezahlbar.
Was konkret tut Oxfam
Oxfam leistet lebensrettende Hilfe, um die Übertragungsketten zu unterbrechen. In den Provinzen Ituri (Epizentrum des Ausbruchs) und Nord-Kivu führen wir WASH-Maßnahmen (Trinkwasser, Sanitärversorgung und Hygiene) sowie Maßnahmen zur Infektionsprävention und -kontrolle durch. Dabei binden wir die Gemeinschaften zum Aufbau von Wissen und Vertrauen rund um die Ebola-Schutzmaßnahmen ein.
Was die Menschen jetzt außerdem brauchen:
• Zugang zu sicherem Wasser für Krankenhäuser und Gemeinschaften
• Angemessene Ausrüstung der Krankenhäuser
• Weitere Handwasch-Infrastruktur
• Sicheres medizinisches Abfallmanagement in den Krankenhäusern
Dazu mobilisieren wir alle verfügbaren Ressourcen und Partner, um die Hilfsmaßnahmen auszuweiten. Spenden auch Sie jetzt für den Kampf gegen Ebola.