Die Chancen auf gute Bildung in Deutschland sind stark von der sozialen Herkunft der Familie abhängig. Dies beginnt bereits mit der Einschulung der Erstklässler. Ein wertiger Schulranzen mit allen notwendigen Materialien verursacht Kosten in Höhe von 150-200 Euro. Dieser Betrag ist für finanziell schwache Familien häufig schwer oder gar nicht tragbar. D.h. viele Familien können ihren Kindern nicht oder nicht in vollem Umfang die notwendigen Materialien für den Schulanfang zur Verfügung stellen.
Damit auch Kinder aus finanziell benachteiligten Familien zum Schulstart nicht schlechter gestellt sind als ihre Schulkameraden, stellt der Tatort-Verein bedürftigen Familien anonym wertige Schulranzensets mit voller Ausstattung zur Verfügung. Wichtig ist dem Verein dabei, das die Kinder nicht erfahren, dass der Schulranzen gespendet wurde um eine Stigmatisierung zu vermeiden.
Der Tatort-Verein ermittelt jährlich in Kooperation mit der Fachberatungen der Kitas, des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und über Erzieherinnen in den Kitas den Bedarf an Schulranzen für bedürftige Mädchen und Jungen in Köln, Bonn und Dortmund. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Erzieherinnen am besten wissen, welche Familie tatsächlichen Bedarf hat. Auf der Grundlage dieser Zahlen werden wertige Schulranzensets beschafft, die noch mit zusätzlichen Gebrauchsmaterialen bestückt werden. Die Verteilung der Schulranzen erfolgt über die Erzieherinnen der Kitas an die Eltern. Die Kinder erfahren nicht das ihr Schulranzen gespendet ist und dem Tatort-Verein sind die Namen der Kinder die einen Schulranzen erhalten haben auch nicht bekannt. Dies ist eine zentrale Position des Projektes.
2012 verteilte der Tatort-Verein erstmals 78 Schulranzen in Köln, nachdem er das Konzept aus Osnabrück übernommen hatte. 2013 wurde das Projekt auch auf die Städte Bonn und Dortmund ausgeweitet. 2016 kamen die Städte Aachen, Wuppertal und Troisdorf hinzu. Über 2500 Schulranzen wurden seit dem Start des Projektes in Köln an Schulanfänger und Flüchtlingskinder verteilt.