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Informationen zum Projekt

Hintergrund und Umfeld

Eine wesentliche Voraussetzung zum Erhalt von Regenwaldgebieten ist die Mitsprache der im Wald lebenden Menschen, insbesondere der Ureinwohner, bei Entscheidungen über Nutzung und Entwicklung dieser Gebiete. Diese Voraussetzung ist in vielen Länder nicht gegeben - obwohl es häufig sogar gesetzlich vorgeschrieben ist. So ist beispielsweise in Malaysia, Brasilien oder Kamerun ein Wettlauf zwischen Anerkennung dieser Rechte und der häufig zerstörenden industriellen Nutzung der Gebiete entbrannt.

Ein Blick nach Sarawak/Malaysia: Seit der Staatsgründung im Jahr 1963 ist die traditionelle Landnutzung der einheimischen Bevölkerung und deren Landrechtsanspruch als Native Customary Right (NCR) gesetzlich geschützt. Im Zusammenhang mit Protestaktionen gegen unerwünschte Holzfirmen und der vom Staat forcierten Ausweitung von Plantagen wurde in den letzten Jahren der gesetzliche Schutz für diese Gebiete schrittweise aufgehoben, ohne daß die davon betroffene Bevölkerung dies überhaupt bemerkt hätte. Heute kann der Staat NCR-Land im Rahmen der Landnutzungsplanung für andere Zwecke beanspruchen und Bewirtschaftungsrechte an Dritte - z.B. Plantagenfirmen - übertragen. Dies geht besonders einfach dann, wenn die dort lebenden Ureinwohner nicht von sich aus Besitztitel schriftlich beantragt haben.

Szenenwechsel nach Brasilien: Die brasilianische Verfassung verlangt die Identifizierung und Anerkennung von Indianerland und die Festschreibung der Landrechte. Alle Verfahren hätte vor drei Jahren abgeschlossen sein müssen. Trotzdem sind heute fast 200 Gebiete überhaupt nicht oder nicht abschließend behandelt. Doch es ist mehr als nur das Versäumnis: viele Indianervölker in Brasilien werden angefeindet, es kommt immer wieder zu gewaltsamen Zwischenfällen. Eine Allianz u.a. aus Großgrundbesitzern, Bergbaugesellschaften und Lokalpolitikern wollen die Anerkennung der Indianergebiete hintertreiben.

Projekt-Ziele
Unterstützung indigener Völker und Organisationen im Kampf um Landrecht und Menschenrecht sowie der Erhaltung ihrer traditionellen Lebensräume. Hilfestellung bei der Formulierung eigenständiger Entwicklungsvorhaben.

Aktivitäten
Angepasst an die lokalen Umstände umfasst das Projekt verschiedene Aktionsformen: Workshops zu Aufklärung der Bevölkerung über ihre Rechte, Unterstützung bei der Dokumentation der traditionell genutzten Gebiete (sogenanntes Mapping), Unterstützung bei gerichtlichen Auseinandersetzungen, Lobbyarbeit, Workshops zur Erarbeitung eigenständiger Entwicklungsvorschläge. Der Großteil der Aktivitäten wird geplant und durchgeführt von Partnerorganisationen in den jeweiligen Ländern - Pro REGENWALD unterstützt beratend und finanziell.


Spenden werden benötigt für Starthilfe bis zur Genehmigung der beantragten Gelder, sowie als Kofinanzierung zu öffentlichen Mitteln.

Trägerorganisation des Projekts

Pro REGENWALD e.V.

Pro REGENWALD e.V.
Register-Nr.: 12729

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