Syrien/Libanon: Wenn Bomben auf Wohnhäuser fallen, wenn Menschen sterben, dann bleibt den Überlebenden nur die Flucht. Sie lassen dabei fast alles zurück: die vertraute Umgebung, die Schule, den Arbeitsplatz, Freunde und Verwandte. Jede Sicherheit ist verloren, einen Alltag gibt es nicht mehr. In Syrien erfasst der Bürgerkrieg immer weitere Teile der Bevölkerung. Mehr als drei Millionen Menschen sind auf der Flucht, etwa die Hälfte davon sind Kinder. Sie nehmen traurige Erinnerungen mit auf ihren Weg ins Ungewisse - Erinnerungen an Krieg, Zerstörung und geliebte Menschen, die in den Trümmern starben. Die meisten, die ins Ausland fliehen, suchen im Nachbarstaat Libanon Schutz. Doch die Ungewissheit bleibt: Wovon werden wir leben? Wer wird uns helfen?
Unser neues Projekt unterstützt Flüchtlinge in der libanesischen Gebirgsregion Chouf. Mit unserem lokalen Partner Amurt ermöglichen wir 800 Kindern den Besuch staatlicher Schulen und kommen für Transport, Schulgeld und -uniformen auf. Außerdem helfen wir bei der Instandhaltung und Ausstattung der Schulen.
Doch es gibt auch Mädchen und Jungen, die keine Schule besuchen können - aus Platzmangel oder weil sie zu stark traumatisiert sind. Diese Kinder fangen wir in unserem Schutzzentrum auf. Dort erhalten sie neben dem normalen Unterricht auch eine einfühlsame psychosoziale Betreuung: Therapeuten helfen 400 Kindern, ihr Kriegstrauma zu überwinden.
Nur so können wir verhindern, dass den Kindern nach dem Verlust ihrer Heimat auch jede Hoffnung auf eine bessere Zukunft genommen wird. Der regelmäßige Unterricht sichert ihre Chance auf einen Schulabschluss und gibt ihnen ein Stück Normalität zurück. Die Traumatherapie lindert ihre seelischen Wunden. Um diese Hilfe zu leisten, brauchen wir Ihre Unterstützung.