Um den wissenschaftlichen Nachwuchs auf dem Gebiet der Alzheimer/Demenz-Forschung in Deutschland zu fördern, vergibt die Hans und Ilse Breuer Stiftung seit 2006 bis zu drei Promotionsstipendien pro Jahr an exzellente Nachwuchsforscher. Gefördert werden in einer deutschen Forschungseinrichtung durchgeführte Promotionsvorhaben, die sich der Erforschung, Linderung oder Heilung der Alzheimer- oder ähnlicher Alterserkrankung widmen.
Das Stipendium besteht aus einem Grundbetrag von 1.700 EUR monatlich sowie zuzüglich einem jährlichen Pauschalbetrag in Höhe von 1.000 EUR, der für Bücher, Tagungs- und Reisekosten genutzt werden kann. Zur Zeit werden von der Stiftung acht Stipendiaten gefördert.
Im Fokus der Arbeit einer Stipendiatin steht beispielsweise die y-Sekretase. Hierbei handelt es sich um einen Enzymkomplex, welches bei der Produktion von Beta-Amyolid eine Schlüsselrolle übernimmt. Ablagerungen dieses Proteins stellen ein Hauptmerkmal der Alzheimerschen Krankheit dar. Das Ziel der Doktorarbeit ist es zu entschlüsseln, wie die y-Sekretase zu spaltende Proteine erkennt und schließlich teilt. Ein präzises Verständnis des Erkennungs- und Spaltungsmechanismus ist essentiell, um die Entwicklung und Verbesserung von Medikamenten sowie präventiven Strategien von Alzheimer voranzutreiben. Die Stipendiatin will mit ihrer Arbeit einen Beitrag für die Erforschung der Alzheimerschen Krankheit leisten.