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Informationen zum Projekt

An einem Maiabend 2000 fuhr ein Militärfahrzeug vor den Hof der Familie Kungajew im Dorf Tangi Tschu. Russische Soldaten drangen in das Haus ein, und verschleppten die 18-jährige Tochter, Elsa Kungajewa. Sie wurde zum Lager des Oberst Jurij Budanow gebracht, der sie brutal vergewaltigte und tötete. Außergewöhnlich an diesem Fall ist, dass gegen Budanow Anklage erhoben wurde. Der Prozess zieht sich aber schon seit einigen Jahren hin. Erst im Frühjahr 2002 bescheinigte ein psychologisches Gutachten dem Oberst, er sei nicht zurechnungsfähig gewesen. Die Familie Kungajew lebt mittlerweile in einem Flüchtlingslager in Inguschetien, der Vater ist an Tuberkulose erkrankt und auch die Mutter ist krank. Den Namen des Mädchens, Elsa, trägt eine Initiative der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), die Geld sammeln will für Projekte in Tschetschenien, die vergewaltigten und missbrauchten Frauen und Mädchen zugute kommen.

Ein solches Projekt, ein Frauenzentrum, entsteht im Moment unter der Ägide der von der GfbV ausgezeichneten Menschenrechtlerin und Vorsitzenden der Organisation "Vereinigung der Frauen des Nordkaukasus", Lipkan Basajewa, in Grosny.

Um diesen Frauen - auch gegen Widerstände innerhalb der tschetschenischen Gesellschaft - einen Raum für Austausch, die Bewältigung der Traumata, und die Erarbeitung einer Perspektive, wie die Frauen ihren Alltag selbst bewältigen können, zu geben, setzt sich das Frauenzentrum folgende Arbeitsschwerpunkte:
- Erfassen von Daten über misshandelte Frauen
- Psychologische und medizinische Hilfe für vergewaltigte Frauen und Mädchen
- Bildung von Selbsthilfeeinheiten und Gesprächsgruppen
- Rechtshilfe für misshandelte Frauen
- Praktische Hilfe für Frauen, deren Angehörige "verschwunden" sind
- Hilfe zu Selbsthilfe in Bezug auf die eigenständige Bestreitung des Lebensunterhaltes


So können Sie helfen
Das Frauenzentrum ist ein beispielhaftes Projekt zur Selbsthilfe für die vergewaltigten Frauen. Helfen Sie mit, dass diese Frauen ihre Traumata überwinden und zum Aufbau von den Frieden in Tschetschenien beitragen können. Damit leisten Sie einen existentiellen Beitrag zur Überwindung der Kriegsverbrechen und zum Ende des Völkermords in Tschetschenien.

Trägerorganisation des Projekts

Gesellschaft für bedrohte Völker e.V.

Gesellschaft für bedrohte Völker e.V.
Register-Nr.: VR 1804

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