Wasser gilt als Schlüssel für das Leben und für die Entwicklung. Dies gilt besonders für Entwicklungsländer wie Indien, wo Agrarkultur vor allem in ländlichen Gebieten vorherrscht. In den letzten Jahren kommt es dort zunehmend zu Verschlammung von Flüssen, einer Erschöpfung des Grundwassers und die Wasserquellen leiden mehr und mehr unter der Verschmutzung. Des Weiteren hängen die meisten fruchtbaren Böden vom Monsunregen ab. Um die Menschen für einen sorgsameren Umgang zu sensibilisieren, lehrt der Sangam im Projekt Wassermanagement umweltfreundliche Wassertechniken, wie die Errichtung von Teichen, Dämmen und Abwasserkanälen. Dank dieser Techniken haben Farmer eine Alternative zur bisherigen Nutzung von Bohrbrunnen als Bewässerungsmethode ihrer Felder. Die Bohrbrunnen sind seit den 1960ern bis heute in Gebrauch – ungeachtet der dadurch entstandenen Langzeitschäden. So wird beispielsweise immer mehr der Grundwasserhorizont geschädigt, welcher nicht mehr durch den Monsunregen regenerierbar ist.
Neben den schon erwähnten Techniken (Teiche, Dämme, Abwasserkanäle) wurde auch die nutzliche Tröpfchenbewässerung eingeführt. Durch diese Methode können die Bauern bei der Bewässerung ihrer Felder bis zu 80 % des bisherigen Wasserverbrauchs sparen. Diese Einsparung und das Erlernen eines sorgsameren Umgangs mit Wasser sind gerade in einem Land wie Indien mit einer drohenden Wasserunterversorgung ab voraussichtlich 2025 sehr wichtig.