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Informationen zum Projekt

„Gott hat mich nach Syrien zurückgerufen.“

Christlicher Bürgermeister gibt sein Dorf nicht auf. CSI hilft.

Das syrische Dorf Sadad zählt rund 8.000 Einwohner und liegt an der Hauptachse zwischen den Großstädten Homs und Damaskus. Christen leben hier seit Entstehung des Christentums und machen heute noch rund 90 Prozent der Dorfbevölkerung aus. Suleiman Khalil zog es mit seiner Frau in die Vereinigten Staaten, nachdem er im Jahre 2000 sein Ingenieurstudium an der Universität von Homs abgeschlossen hatte. Er gründete in den USA eine Familie und kletterte erfolgreich die Karriereleiter empor. Doch nach neun Jahren spürten er und seine Frau eine innere Leere. Khalil entschied sich, mit seiner Familie zurück nach Syrien zu reisen. Rückblickend erklärt er gegenüber CSI-Projektleiter Dr. John Eibner „Ich spürte, dass Gott zu mir gesprochen hatte und mich zurück nach Syrien führen wollte. Wir folgten seinem Ruf“, erklärt der syrische Christ. Khalil zog zunächst nach Homs. Im Mai 2011, zwei Monate nach dem Beginn der Krise, geriet Khalil in ein Dilemma. „Wir sahen, wie bewaffnete Islamisten nach Homs kamen und anfingen, die Bevölkerung gegen die nichtmuslimischen Minderheiten aufzuhetzen.“ Bald darauf wurde er Zeuge, wie etwa 20 maskierte Männer eine Polizeiwache in Homs attackierten. „Der Anblick war beängstigend. Ich machte mir große Sorgen um die Zukunft meiner Familie und spielte mit dem Gedanken, erneut in die USA auszuwandern“, gesteht Khalil. Trotzdem beschlossen seine Frau und er, in Syrien zu bleiben. Denn Khalili hielt daran fest, dass Gott einen Plan für ihn in Syrien habe. Als Mitglied der gewaltlosen, politischen Opposition zu Bashar al-Assads Baath-Partei kandidierte er für das Amt des Bürgermeisters in seiner alten Heimat Sadad. Und tatsächlich gewann er im Dezember 2011 die Wahlen. Den anerkannten Sieg seiner Oppositionspartei wertet Khalil auch als Hinweis darauf, dass Bashar al-Assad freie Wahlen zulasse. Khalil wurde Bürgermeister eines christlichen Dorfes. In seinem Land herrscht ein religiös geprägter Krieg, der von ausländischen Mächten gesteuert wird. Seit Beginn seiner Amtszeit wurden ihm täglich schwierige Herausforderungen auferlegt. Der Druck der Dschihadisten auf Sadad wurde seit 2011 zunehmend größer. Im Herbst 2013 überfielen islamistische Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) und der Al-Nusra-Front sein Dorf. Mehrere Christen wurden umgebracht, Kirchen geschändet, Häuser und Läden zerstört. Nach einer guten Woche konnten regierungstreue Milizen, die Khalil in seiner Not um Hilfe gebeten hatte, die Dschihadisten wieder aus Sadat vertreiben. Zwei Jahre später, am 15. Oktober 2015, wurde Sadad erneut angegriffen, diesmal durch den Islamischen Staat (IS). Da ergriff Khalil selbst das Kommando und setzte örtliche Milizen zur Verteidigung seines Dorfes ein. Der IS wurde einen Kilometer vor dem Dorfeingang zurückgedrängt. Die Bewohner von Sadad atmeten auf. Ihren Kämpfern war es gelungen, das Dorf ohne Unterstützung der Luftwaffe erfolgreich zu verteidigen. Auch in wirtschaftlicher Hinsicht gelang es dem Bürgermeister, die Not in Sadad zu lindern. „Wir konnten dazu beitragen, die Rezession bei uns zu bremsen, obwohl die vom Westen verhängten Wirtschaftssanktionen auch unser Dorf schwer treffen.“ Khalil ist dankbar, dass ein Teil der 2013 zerstörten Infrastruktur in Sadad wieder aufgebaut werden konnte, allen voran das Krankenhaus. Sadad ist ein Vorzeigeort, denn in vielen Orten Syriens leiden die Menschen weitgehend unter dem totalen Zusammenbruch der Strom- und Wasserversorgung. Suleiman Khalil ist es ein großes Anliegen, das christliche Erbe in Sadad zu wahren. „Ich setze alles daran, unsere Mitbürger zum Verbleib in Syrien zu ermutigen.“ Gleichwohl ist er sich des großen wirtschaftlichen Drucks bewusst, der viele Syrer zum Auswandern bewegt. Viele Männer können ihre Familien nicht mehr ernähren. Der umtriebige Bürgermeister dankt CSI-Projektleiter Dr. John Eibner und allen Spendern von CSI für die Unterstützung in Sadad und betont, dass Syrien die Hilfe der Menschen im Westen weiterhin dringend benötigt.

CSI unterhält wichtige Projekte in Syrien. Bitte helfen Sie, damit die Menschen in Syrien eine Zukunft in ihrer Heimat haben.

EUR 35.- Lebensmittelpaket für Binnenvertriebene

EUR 90.- Beitrag zur Betreuung von Flüchtlingskindern

EUR 100.- Beitrag zur medizinischen Behandlung von verarmten Menschen und Kriegsopfern

Weitere Hilfsprojekte von CSI Deutschland gGmbH Christian Solidarity International

Trägerorganisation des Projekts

CSI Deutschland gGmbH Christian Solidarity International

CSI Deutschland gGmbH Christian Solidarity International
Register-Nr.: HRB 126570

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