Wir machen uns Sorgen über die Lebenssituation von von Frauen* in der Prostitution, die auf der Straße bzw. in Bordellen leben und nicht wissen, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten sollen.
Von dem hart verdienten Geld bleibt den prostituierten Frauen kaum etwas. Schon immer werden sie von verschiedenen Akteuren auch finanziell ausgebeutet.
Aktuell verschärft sich der Überlebenskampf bei vielen dieser Frauen weiter. Nennenswerte Hilfsprogramme von staatlicher Seite gibt es kaum. Schließlich wird Prostitution in vielen Bundesländern als „Sexarbeit“ verharmlost und folgerichtig gibt es auch kaum Ausstiegsprogramme.
Wir vom Verein Neustart e.V., der seit 18 Jahren Frauen beim Ausstieg begleitet, wollen diesen Frauen soweit wie möglich praktisch unterstützen und ihnen deutlich machen, dass sie nicht vergessen sind. Deshalb haben wir diesen Notfonds eingerichtet.
Was tun wir?
- Essen und Hygieneartikel ausgeben, dort wo es Not tut
- In den Wintermonaten Schlafsäcke und Decken verteilen
- Vor Ostern und vor Weihnachten Lebensmittelgutscheine ausgeben
- Frauen, die auf der Straße leben, in eine Notunterkunft bringen
- Finanziell unterstützen und begleiten, wenn sie aus der Prostitution aussteigen wollen
- Fahrten in andere Städte finanzieren, falls Betroffene von Menschenhandel und Zwangsprostitution dort in einer Schutzeinrichtung aufgenommen werden können
- Wiederbeschaffung von Ausweisdokumenten finanzieren bei diplomatischen Vertretungen - zum Beispiel wenn Zuhälter ihnen diese weggenommen haben
- bei Bedarf und wenn dies ausdrücklich gewünscht wird, eine Rückkehr in das Herkunftsland ermöglichen
Bitte unterstützen Sie uns!
* wenn wir von Frauen sprechen, sind Transfrauen in ähnlichen Lebenssituationen immer mit inbegriffen