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Aneths Einsamkeit nach dem Unfall

In Laos kann selbst die einfachste Alltagsgeste gefährlich werden.

Aneth musste dies schmerzlich lernen. Im Dezember 2005 hat er im Garten seines Onkels in der benachbarten Provinz Khammouane einen schrecklichen Unfall. Damals war der kleine Junge acht Jahre alt. Traurig erzählt er seine Geschichte: „Ich arbeitete im Garten meines Onkels, ich grub Löcher, um ihm beim Anpflanzen von Gemüse zu helfen. Plötzlich berührte ich etwas und danach weiß ich nichts mehr. Als ich wieder aufwachte, war ich im Krankenhaus in Savannakhet. Ich habe nicht einmal gesehen, was ich da berührt habe. Ich bin mit meiner Schaufel daran gestoßen und dann ist es passiert.“

Die Explosion hat ihn das Augenlicht gekostet und sein linker Arm musste amputiert werden. Das Erwachen im Krankenhaus war für ihn sehr schwierig: „Als ich aufgewacht bin, war alles schwarz, das hat mir sehr Angst gemacht. Ich habe die Augen geöffnet, ich wollte sehen, wo ich war, aber ich konnte nichts sehen. Ich war so schockiert.“ Aneth blieb etwa zwei Wochen im Krankenhaus, bevor er wieder nach Hause zurückkehren konnte. Doch sein Leben wird nie mehr wie früher werden.

Sein Vater erzählt: „Er bleibt zu Hause. Zusammen mit den anderen aus der Familie kümmere ich mich um ihn, wir waschen ihn, ziehen ihn an und geben ihm etwas zu essen." Obwohl sie sich viel Mühe geben, wissen die Eltern nicht, was sie tun sollen, um dem Jungen zu helfen. Er bleibt den ganzen Tag nur im Haus sitzen. Und Aneth zieht sich jeden Tag mehr in seine Einsamkeit zurück: „Ich bleibe im Haus mit meiner Familie. Meine Brüder und Schwestern lassen mich ganz allein. Ich schäme mich, weil ich jetzt nicht mehr wie die anderen Kinder in meinem Alter leben kann. Ich habe keine Freunde mehr.“ Der ratlose Junge weiß nicht, wie er seine Tage gestalten soll. „Mit der Blindheit weiß ich nicht, was ich tun soll, um mich zu beschäftigen. Ich weiß nicht, ob ich dazu in der Lage bin, mich selbst durchzuschlagen.“ Und niemand scheint überzeugt davon, dass Aneth eines Tages seine Behinderung bezwingen könnte. Wo doch allein ein Stock ihm schon dabei helfen könnte, eigenständig im Dorf spazieren zu gehen, und einfache Ratschläge den Eltern helfen könnten, sich besser um ihren Sohn zu kümmern.

Doch diese traurige Geschichte zeigt vor allem, dass selbst dreißig Jahre nach dem Krieg immer noch ein unschuldiges Kind zum Opfer einer Bombe werden kann. Sie zeigt auch die enorme Arbeit, die in Laos noch geleistet werden muss, damit die bewohnten Gebiete von der Gefahr befreit werden, die durch Streubomben und andere explosive Überreste des Krieges im ganzen Land lauert. Experten glauben, dass etwa zehn Jahre nötig sein werden, um dies zu schaffen.

Und Handicap International kann Aneth beibringen, wieder eigenständig zu leben, trotz seiner blinden Augen und dem verlorenen Arm. Doch ist es besonders wichtig, auf höherer Ebene zu handeln, um zu verhindern, dass noch mehr kleine Jungen ihr Leben lang leiden müssen, nur weil sie im Garten helfen wollten.

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Handicap International e.V.
Register-Nr.: VR 16215

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