Perlentor e. V. ist ein gemeinnütziger Verein in München und setzt sich für Betroffene von Menschenhandel, Zwangs- und Armutsprostitution ein. Diese sind oftmals in einer von Gewalt und Ausbeutung geprägten Lebenssituation. Ohne konkrete Hilfestellung und dem Eröffnen alternativer Wege können die Frauen einen nachhaltigen Ausstieg kaum bewältigen. Perlentor e.V. leistet durch sein Streetwork-Team ‚Hope Revolution' schon seit vielen Jahren aufsuchende Arbeit in den Rotlicht-Vierteln Münchens. Auch in zwei Fachberatungsstellen direkt in Münchner Bordellen bieten Mitarbeiterinnen aus dem Streetwork Hilfe und Unterstützung zu unterschiedlichsten Themen an.
Die Arbeit von Perlentor e.V. setzt in dem Moment ein, wenn eine Frau aus der Prostitution befreit wird; ihr Weg in ein eigenständiges Leben beginnt. Zentraler Bestandteil sind Schutzunterkünfte, die einen schnellen Ausstieg ermöglichen und in denen die Frau zur Ruhe kommen und neue Kraft schöpfen kann. Der Vertrauensaufbau in einer geschützten Umgebung beginnt und ermöglicht erste Stabilisierung und Neuorientierung und erlaubt dann nach und nach eine sehr individuelle, umfassende, lebensbegleitende und sozialtherapeutische Unterstützung.
Die sozialarbeiterische Begleitung umfasst die Sicherung grundlegender Bedürfnisse, intensive Beziehungsarbeit, Unterstützung im Alltag sowie Begleitungen zu Behörden und medizinischer Versorgung. Ergänzend werden psychotherapeutische Anbindungen koordiniert, kreative und beschäftigungstherapeutische Angebote ermöglicht und die Frauen auf ihrem Weg in Bildung, Arbeit und ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit begleitet.
Diese Aufgaben werden von zwei festangestellten Sozialarbeiterinnen geleitet und koordiniert, alle anderen Mitarbeiter*innen und Ehrenamtlichen in der Arbeit mit den Frauen arbeiten pro bono.
Die Unterkünfte umfassen 1 Schutzhaus mit großem Garten, erste Anlaufstelle für die Frauen, sowie 3 weitere Schutzwohnungen. Nach einer nicht zeitlich begrenzten Stabilisierungsphase im Schutzhaus besteht für die Frauen die Möglichkeit, in eine dieser Wohnungen umzuziehen. So können wir sie weiterhin begleiten; die Frauen nehmen weiterhin am Nachmittagsprogramm teil, sind jedoch im Alltag weitgehend selbstständig.
Insgesamt verfügen wir über 10 Plätze.
Perlentor e.V. erhält keine öffentlichen Gelder und finanziert sich ausschließlich über private Spender.