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Informationen zum Projekt

Aus Orungo, wo Cap Anamur das Krankenhaus auf dem sogenannten Stachelschweinhügel wieder aufgebaut und in die finanzielle Unabhängigkeit geführt hat, haben wir uns zum Jahreswechsel zurückgezogen, doch in Uganda bleiben wir: Nördlich des Kyogasees, im Zentrum des Landes, unterstützen wir das Krankenhaus von Lwala, das in sehr schlechtem Zustand ist. Die Einrichtung ist die einzige in einem Umkreis von 100 Kilometern und hat ein Einzugsgebiet von 103.700 Menschen. In den kommenden Jahren werden wir das Kranken-haus instandsetzen und das Personal fortbilden.

Gegründet wurde das Krankenhaus im Jahr 1934 vor allem, um die hohe Müttersterblichkeit in Lwala einzudämmen. Heute ist in dieser Region Malaria die Haupttodesursache – eine Krankheit, die mit Medikamenten in den meisten Fällen heilbar ist. Doch sowohl diese als auch alle anderen Patienten können hier nicht ausreichend versorgt werden, denn es man-gelt an allen Ecken und Enden. Ein entsprechend trauriges Bild ergab unsere erste Be-standsaufnahme: Alle Häuser und Hütten des 100 Betten großen Krankenhauses sind bau-fällig oder stark renovierungsbedürftig. Es gibt zu wenig Fachpersonal und kaum medizini-sches Equipment: Thermometer, Blutdruckmessgeräte und andere Basisgeräte sind Man-gelware, kaputt oder gar nicht vorhanden. Das Medikamentenlager ist wie leer gefegt und viele der Krankenhausbetten sind nicht mehr nutzbar. Moskitonetze fehlen überall.

Unser Team in Uganda, bestehend aus dem Techniker Günter Polhede, dem Mediziner Dennis Gutmann und der Projektmanagerin Tasneem Ahmad, steckt bereits tief in den Vor-bereitungen. Mitte April reiste auch Geschäftsführer Bernd Göken nach Lwala, um mit dem Krankenhausdirektor das weitere Vorgehen zu besprechen: Die Arbeiten an den Gebäuden werden vermutlich die kommenden drei Jahre in Anspruch nehmen. Doch zunächst muss das Wassersystem und die Sanitäranlagen instand gesetzt werden. Ohne sie ist hygieni-sches Arbeiten nicht möglich. Eine weitere Voraussetzung, um Injektionen vorzubeugen, ist ein zuverlässiges Müllentsorgungssystem. Danach folgen die Renovierungsmaßnahmen an den Gebäuden, darunter der OP und die Geburtsstation. Bereits organisiert ist eine Liefe-rung mit den fehlenden Arzneimitteln und medizinischen Instrumenten. Zudem sorgt Cap Anamur für ein Ultraschallgerät.

Cap-Anamur-Arzt Dennis Gutmann arbeitet seit Januar in Lwala und kennt alle medizini-schen Abläufe gut. „Ein großes Problem ist das mangelnde Fachwissen“, sagt Gutmann, der momentan täglich Visiten durchführt und die einheimischen Kollegen ausbildet. Um die Di-agnosen und Behandlungen effektiver zu gestalten, wird Cap Anamur in den kommenden Monaten Ärzte aus verschiedenen Fachrichtungen zur Weiterbildung des einheimischen Personals herschicken, darunter eine Gynäkologin, ein Chirurg und eine Kinderärztin. Auf der Kinderstation wird die Hilfe besonders dringend gebraucht. Es gibt Betten für 17 Kinder, meist sind es aber deutlich mehr, die sich dann den Platz teilen. Die Station platzt aus allen Nähten. Hier soll durch eine räumliche Erweiterung Abhilfe geschaffen werden. Auf der Geburtsstation können wegen des mangelnden Fachpersonals keine Kaiserschnitte durch-geführt werden. Die hohe Sterblichkeitsrate spiegelt das wider. Deswegen werden wir mit der Fortbildung in diesem Bereich schnellstmöglich beginnen.

„Die Menschen hier freuen sich sehr über die Hilfe von Cap Anamur“, berichtet Bernd Gö-ken. „Doch es ist noch ein langer Weg, das Krankenhaus für die Versorgung seiner Patien-ten auszurüsten und es darüber in die finanzielle Unabhängigkeit zu führen. Wir hoffen da-bei auf die Unterstützung unserer Spender.“

Unser Engagement in Uganda


Die Arbeit in Uganda ist uns nicht fremd. Im Gegenteil: Zum Jahreswechsel haben wir die Arbeiten an dem Krankenhaus in Orungo abgeschlossen und es in die Hände der einheimischen Kollegen übergeben. Was vor neun Jahren zunächst als Nothilfeprojekt geplant war, entwickelte sich einige Monate später zum Ausbau des 80 Betten großen, teils baufälligen Health Centers, das für die Vielzahl an Patienten bei Weitem nicht ausreichte. Patienten wurden provisorisch in stickigen Zelten versorgt, die ohne festen Boden auf der lehmigen Erde standen. Nicht jedes Bett hatte eine Matratze und Strom und fließendes Wasser gab es nur wenige Stunden am Tag.

Heute finden 100 stationäre Patienten in den teils sanierten, teils neu errichteten Gebäuden Platz. Ein Generator versorgt die Einrichtung zuverlässig mit Strom, so können die techni-schen Geräte betrieben und Blutkonserven rund um die Uhr gekühlt werden. Ein Brunnen mit Hand-Hebelpumpe ist die Trinkwasserquelle für viele hundert Menschen aus der Umge-bung. Wir haben eine allgemeinmedizinische Station errichtet, einen Untersuchungsraum und ein Labor eingerichtet und zum Abschluss eine separate Entbindungsstation gebaut. Die Schulung der einheimischen Kolleginnen und Kollegen gehörte ebenso zu unserer Ar-beit wie Aufklärung in Sachen HIV und Gesundheitsprophylaxe zu leisten. Zudem befinden sich rund 1.000 HIV- und Tuberkulose-Patienten in ambulanter Behandlung. Neben der für diese Region ausgezeichneten medizinischen Versorgung sind zahlreiche Arbeitsplätze entstanden. Besonders freuen wir uns, dass das Health Center durch die Einnahmen aus Behandlungen und Vorsorgeuntersuchungen wirtschaftlich unabhängig geworden ist – ein Modellbeispiel einer gelungenen Wiederaufbauhilfe.

Weitere Hilfsprojekte von Cap Anamur / Deutsche Not-Ärzte e.V.

Trägerorganisation des Projekts

Cap Anamur / Deutsche Not-Ärzte e.V.

Cap Anamur / Deutsche Not-Ärzte e.V.
Register-Nr.: 43 VR 7768

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