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Informationen zum Projekt

Die Bevölkerung des Landes leidet noch heute unter den Folgen des Bürgerkriegs, der von 1991 bis 2002 in Sierra Leone tobte. Die Rebellenbewegung RUF, aber auch staatliche Milizen
rekrutierten Kinder und ließen sie grausame Verbrechen begehen. Der Ausbruch der Ebola-Pandemie 2015 stürzte das Land erneut in eine humanitäre Krise. Der Virus kostete tausende Menschen das Leben, machte viele Kinder zu Waisen und Straßenkindern und behinderte den Wiederaufbau des Landes. Mitten in der Hauptstadt Freetown betreiben die Salesianer Don Boscos das Straßenkinderzentrum „Don Bosco Fambul“. Sie kümmern sich hier um Straßenkinder und traumatisierte Waisenkinder, beraten Familien und engagieren sich in lokalen Netzwerken
zugunsten von benachteiligten Jungen und Mädchen.

Sierra Leone – mühsamer Wiederaufbaukonnten

Sierra Leone ist eines der ärmsten Länder der Welt – der Human Development Index listet das Land auf Platz 184 von 189 Ländern (UNDP 2018). Nach dem Ende des Bürgerkriegs war Sierra Leone gerade auf dem Weg in stabilere politische und wirtschaftliche Verhältnisse, da zerstörte die Ebola-Pandemie alle Hoffnung auf Aufschwung und Entwicklung. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze in extremer Armut. Ebenso viele Menschen können weder lesen noch schreiben.

Traumatisiert und heimatlos

Als die Ebola-Pandemie in Sierra Leone ausbrach, hatte dies vor allem für die Kinder und Jugendlichen katastrophale Folgen. Ihrer Familien beraubt, ausgestoßen, traumatisiert und ohne Perspektive landeten Tausende auf den Straßen der Großstädte. Hier herrscht das Recht des Stärkeren und so wurden viele von ihnen zu Opfern von Menschenhändlern. Eine Schule haben sie schon lange nicht mehr besucht.
In dieser Zeit sorgte Don Bosco Fambul für mehr als 250 Ebolawaisen, die inzwischen zu ihren Familien zurückkehren oder in Pflegefamilien vermittelt werden konnten. Aber noch heute leben tausende Kinder auf den Straßen Freetowns, wo sie Gewalt und Ausbeutung schutzlos ausgeliefert sind. Viele Kinder werden Opfer von Kinderprostitution und Menschenhandel und machen zum Teil schlimmste traumatische Gewalterfahrungen.

Soziale Folgen der Pandemie erfordern langfristige Hilfe

Bereits seit 1998 arbeiten die Salesianer Don Boscos im Land erfolgreich und mit hohem Ansehen beim Staat und in der Bevölkerung. Mit dem sogenannten „Don Bosco Mobil“,
einem umgebauten Linienbus, fahren die Don Bosco Streetworker genau dorthin, wo sie mit den Jugendlichen in Kontakt kommen: in die Armutsviertel Freetowns. Hier gehen sie behutsam auf die Kinder und Jugendlichen zu und gewinnen ihr Vertrauen durch Gespräche, medizinische Versorgung, sozialpädagogische Betreuung und eine warme Mahlzeit. Vor allem aber durch Beharrlichkeit und Geduld.
So können sie einige der Jugendlichen überreden, der Straße den Rücken zu kehren und erarbeiten für sie einen individuellen Hilfsplan. Sie schöpfen dabei aus einem reichen Erfahrungs- und Angebotsschatz, der die Arbeit im Geiste Don Boscos so einzigartig macht: spezielle Rehabilitations- und Therapieprogramme für Jungen und Mädchen, rechtliche Beratung, medizinische Versorgung, psychotherapeutische Unterstützung, Aufklärungskampagnen,Wohngruppen, Unterricht und Ausbildung – vor allem auch Spiel, Sport und Musik. Schließlich wird geprüft, ob der Kontakt zur Familie wieder möglich sein kann. Denn die Reintegration in die Familie ist das wichtigste Ziel. Ist das nicht mehr möglich oder sinnvoll, gibt es Pflegefamilien oder ambulant betreute Wohngemeinschaften.

Bei diesen Schritten sind die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter immer eng im Austausch mit den Kindern und den Familien. Die erfahrenen Mitarbeiter wissen um die traumatischen Erlebnisse der Kinder und Jugendlichen. In diesem professionellen Umfeld werden sie begleitet und lernen, das Leid und Elend zu verarbeiten. Das wichtigste Ziel für alle ist eine Lebensperspektive sowie Förderung durch Schul- und Berufsausbildung. Denn ohne drohen Armut und Elend oder die gefährliche Flucht nach Europa als letzter Ausweg.

Fotografie: Julia Krojer

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Trägerorganisation des Projekts

Don Bosco Mondo

Don Bosco Mondo
Register-Nr.: VR4566

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