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Die Geschichte von Vanessa

Lass mich Dir eine Geschichte erzählen:

Vanessa ist 21 Jahre jung, ihr Sohn Quiency ist gerade mal 6 Monate alt. Sie lebt zu Hause bei ihrer Mutter und drei jüngeren Schwestern in einem ländlichen Haus. Die Mutter kann nicht arbeiten, die Schwestern müssen für ihre Mutter sorgen. Vanessa hat nur das Gymnasium absolvieren können, weil sie ein Stipendium erthalten hat. Eine Universität kann sie sich nicht leisten. Obwohl sie intelligent ist, kämpft sie darum, einen Job zu finden.

Sie sitzt tagtäglich zu Hause um herauszufinden, was ihr zu tun bleibt. Sie versucht einen Weg zu finden, um zu überleben.

Vanessa ist dünn, viel zu dünn für eine Mutter. Unterernährt. Infolgedessen weigert sich ihr Körper eines Tages, Milch zu liefern. Sie kann nicht mehr stillen. Ein Albtraum. Denn sie kann sich die teure Ersatzmilch für ihren kleinen Sohn Quiency nicht leisten. Darüber hinaus beschloss der Vater von Quiency, die junge Mutter und seinen Sohn im Stich zu lassen und in ein anderes Land zu ziehen. Unterstützung leistet er aus der Ferne nicht.

Sie sieht keinen anderen Ausweg. Sie muss einen Job finden! Da es in ihrer kleinen Stadt keine Arbeit gibt, beschließt sie, ihr sicheres Zuhause zu verlassen und sich auf eine lange Reise zu begeben, ohne zu wissen, ob ihre Gebete erhört werden. Nur mit einer kleinen Tasche und ihrem Sohn auf dem Arm kommt sie eines Abends in Nkhata Bay an. Eine Stadt, in der sie niemanden kennt.

Sie hinterlässt ihren Sohn mit einer Frau, einer Fremden, die sie gerade kennengelernt hat. Wenn sie nach einem Job fragen würde mit einem Baby auf dem Rücken, würden die Leute sie einfach wegschicken. So geht sie alleine in Hotels und Restaurants, ist mehrere Stunden zu Fuß unterwegs, klopft an viele Türen, nur um weggeschickt zu werden. Es gibt auch hier keine Jobs. Dem Zusammenbruch nahe öffnet sie einer Frau in der Stadt ihr Herz und bittet um Stückarbeit. Die Frau kann ihr keine Arbeit geben, weil sie selbst gerade neu eingestellt wurde. Sie bietet der jungen Frau jedoch einen Schlafplatz an. Obwohl sie sie nicht kennt, sagt sie zu ihr "Mein Haus ist dein Haus." und rät, nebenan nach Arbeit zu fragen.

Zum Glück kommt in diesem Moment die Besitzerin des Nachbargeschäftes . Vanessa geht schüchtern auf sie zu. Die Frau antwortet jedoch schnell, dass sie keine Zeit hat und sagt ihr, sie solle später wiederkommen.

Die Zeit vergeht. Fünf Minuten, zehn Minuten, eine Stunde. Die Ladenbesitzerin ist nirgends zu sehen. Vanessa steckt im Zwiespalt. Eigentlich muss sie los und ihren Sohn füttern. Aber wenn sie geht und die Besitzerin zurückkommt, verpasst sie möglicherweise einen dringend benötigten Job, vielleicht ihre einzige Chance.

Sie entscheidet sich für ihren Sohn.

In der Zwischenzeit kommt die Ladenbesitzerin zurück und verpasst die junge Frau. Sie ist erleichtert, weil sie auf diese Weise nicht in der Zwickmühle steckt und sie wegschicken muss. Sie mag es nicht, wenn Leute um Geld betteln. Trotzdem fragt die Ladenbesitzerin ihre Nachbarin, warum diese junge Frau mit ihr sprechen wollte. Die Nachbarin bestätigt, dass es um Unterstützung geht. Aber sie tut mehr als nur das, sie umreißt kurz die Geschichte der jungen Frau.

Als Vanessa von der Betreuung ihres Sohnes zurückkommt, wartet die Besitzerin auf sie und heißt sie herzlich willkommen, nicht so kalt wie zuvor. Die junge Mutter ist so hoffnungslos und verzweifelt, dass sie sogar vergisst, sich vorzustellen. Sie bettelt nicht direkt um Geld sondern um eine kleine Arbeit. Die Ladenbesitzerin fragt sie jedoch erstmal freundlich nach ihrem Namen und ihrer Herkunft. Das öffnet Vanessas Herz und sie erzählt der Frau ihre Geschichte. Die junge Mutter ist so am Ende, dass ihre Tränen lautlos runter rollen und ihr die Stimme wegbleibt.

Die Besitzerin hörte der jungen Frau mit offenem Herzen zu. Denn es gibt etwas, das sie beide verbindet: Mut. Obwohl die Ladenbesitzerin selbst kein Baby hat, verließ auch sie ihr Zuhause und zog weit weg von ihrer Komfortzone. Sie hatte ein privilegiertes Leben, steckte aber fest, war depressiv, fühlte sich hilflos und frustriert. Sie akzeptierte ihre Situation nicht und zog auf die andere Seite der Erde, um ihre Berufung zu finden.

Dies ist die Geschichte von zwei Frauen, die das Universum zusammengebracht hat, zwei Frauen, die miteinander verbunden sind, durch ihren kräfitgen Willen nicht aufzugeben.

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Diese Geschichte ist real.

Es ist mir passiert - ich, Susanne - die Gründerin von Green Spark, bin die Ladenbesitzerin.

Ich konnte sie nicht wegschicken. Ich habe Vanessa für den Tag ein paar kleine Arbeiten gegeben und ihr die Ersatzmilch für ihren süßen Sohn gezahlt. Als ich mit ihr sprach und den Tag mit ihr verbrachte, sah ich viel Potenzial. Sie ist aufmerksam, lernt schnell, ist proaktiv und arbeitet hart. Eine dankbare Seele und ein positiver Geist.

Du kannst dieser mutigen jungen Mutter helfen. Mit einer monatlichen Spende ermöglichst Du es mir, ihr einen Arbeitsplatz in meiner Umweltorganisation anzubieten. 100 € pro Monat sind mehr als das Doppelte des Grundgehalts in Malawi. Genug, um nicht nur für ihr Baby, sondern auch für sich selbst zu sorgen. Wenn also nur 10 Unterstützer jeweils 10 Euro spenden  ODER 100 Unterstützer monatlich 1 Euro spenden, ist der Arbeitsplatz gesichert. 


Ich werde dich als Spender/In persönlich über die Fortschritte von Vanessa auf dem Laufenden halten.

Vanessa und ich danken Dir, dass Du unsere Geschichte bis zum Ende gelesen hast.

Tionana.

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Trägerorganisation des Projekts

Green Spark e.V.

Green Spark e.V.
Register-Nr.: 5364

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