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Informationen zum Projekt

Dank der Zentren gegen Kinderarbeit können Kindersklaven ein besseres Leben aufbauen. Vadivelu ist der jüngste Sohn eines verarmten Kleinbauern aus Kalladavi, einem winzigen Dorf in Südindien. Die sechsköpfige Familie besitzt etwas weniger als 0,3 Hektar Land. Der Boden ist in dieser Region nicht sehr ertragreich. Das Land ist die einzige Einkommensquelle der Familie. Vadivelu besuchte die Gemeindeschule im Nachbardorf bis zur 5. Klasse. Mit 11 Jahren musste er als Arbeiter in einem Restaurant in der nächsten Stadt, in Uthangarai, anfangen. Seine Familie konnte nicht weiter für ihn aufkommen. Seine Arbeit begann morgens um 5 Uhr. Er schuftete bis 9 Uhr abends, manchmal auch länger. Tische und Stühle reinigen, Geschirr abtragen und spülen, Gemüse putzen gehörte zu seinen Aufgaben. Als die Familie dringend Geld benötigte, schloss sein Vater mit dem Eigentümer des Restaurants einen Vertrag ab: Für die Dauer von drei Jahren verkaufte der Vater seinen Sohn an den Eigentümer des Restaurants. Als Gegenleistung erhielt der Vater einmalig 4.500 Rupies (~73 EUR).

In Uthangarai, der Stadt, in der Vadivelu arbeiten musste, gibt es ein Zentrum gegen Kinderarbeit. Es ist ein Zufluchtsort für Kinder. Hier haben sie die Möglichkeit, sich zurückzuziehen, Beratung und Rückhalt zu finden, zu spielen und die Grundschule nachzuholen. Außerdem suchen Sozialarbeiter des Zentrums die Betriebe auf, in denen sie arbeitende Kinder vermuten. Dazu zählen Restaurants, Hotels, Tankstellen, Marktstände, Ziegelbrennereien und Teppichfabriken. Sie drängen die „Besitzer“ dazu, den Kindern zu erlauben, während ihrer Freizeit das Zentrum zu besuchen. In Verhandlungen mit den Besitzern setzen sie sich für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kinder ein. Vadivelu kam während seiner drei Sklavenjahre regelmäßig in das Zentrum. Er schaffte es, den Grundschulabschluss (8. Klasse) nach Arbeitsende nachzuholen. Als sein Vertrag endete, konnte er dank der Unterstützung durch seinen Sozialarbeiter das Restaurant verlassen. Er begann eine einjährige Ausbildung zum Motorradmechaniker. 2006 beendete er sie erfolgreich. Heute arbeitet er in einer großen Motorradwerkstatt. Dort verdient er 5.000 Rupies (~80 EUR) im Monat – ein für indische Verhältnisse sehr gutes Gehalt. Dank des Zentrums gegen Kinderarbeit, der Unterstützung durch Sozialarbeiter und seiner Fortbildung ist Vadivelu heute frei. Er kann sein Leben gestalten und sogar seine Familie unterstützen. Unsere Partnerorganisation WARM betreibt 13 Zentren gegen Kinderarbeit in Südindien.

Um den Kindern eine Zukunft zu geben, sind dabei pro Kind monatlich 31 EUR notwendig.

Spendenzweck: Kindersklaven

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Trägerorganisation des Projekts

Zukunftsstiftung Entwicklung in der GLS-Treuhand

Zukunftsstiftung Entwicklung in der GLS-Treuhand
Register-Nr.: 892 Bochum

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