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Informationen zum Projekt

Mit Böen von bis zu 350 Kilometern pro Stunde fegte „Haiyan“, einer der stärksten tropischen Wirbelstürme, Anfang November 2013 über die Philippinen. 6 190 Menschen kamen ums Leben und 14,1 Mio waren insgesamt von dem Taifun betroffen. In Zusammenarbeit mit einem Netzwerk lokaler Kirchengemeinden hilft unser Kinderhilfswerk den Taifunopfern an der Ostküste der Insel Samar. Besonderer Schwerpunkt der Hilfsmaßnahmen sind der Schutz und die Trauma-Bewältigung von Kindern. Kinder finden als die Schwächsten der Gesellschaft noch schwerer Zugang zu Ressourcen und leiden stärker unter Traumata, Vertreibung, Mangel und Verlust.

 

So helfen wir:
Verteilung von Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln für 264 Familien
Material und Unterstützung bei dem Wiederaufbau von 50 Häusern
Vermittlung von 100 Waisen an Pflegefamilien und Zusammenführung von Familien
Psychosoziale Betreuung von 1 000 Kindern in Child Friendly Spaces
Camps zur Trauma-Bewältigung für 2 250 Kinder in 10 Städten
Temporärer Schulunterricht für 1 000 Kinder

 

Taifun Haiyan - der Schmerz hinter dem Lächeln

Joey lebt in Hernani im Osten der Insel Samar auf den Philippinen. Er arbeitet als Schreiner und Elektriker, seine Frau hat eine Stelle bei der Stadtverwaltung. Ganzer Stolz der beiden ist ihr dreijähriger Sohn Gian.
Erst vor wenigen Tagen hatten sie seinen dritten Geburtstag fröhlich und unbeschwert gefeiert. Der jungen Familie geht es gut, sie wohnt in einem schönen stabilen Haus an der Küste. Unwetter gehören in Hernani zum Alltag und können die Menschen nicht  aus der Ruhe bringen. Die letzte Tsunami-Übung verlief routiniert. Als die Unwetter-Warnungen Anfang November kommen, weiß jeder, was zu tun ist: Bewohner von Holz- oder Bambushütten gehen mit Sack und Pack hoch ins Schulgebäude. Joey bleibt mit seiner Familie zu Hause. Das Haus hat schon viele Stürme unbeschadet überstanden. Was die Bevölkerung in Hernani nicht weiß: Es besteht eine Tsunami-Gefahr!

Am Abend gegen 20 Uhr ist es dann soweit. Der Sturm fegt über das Dorf und tobt die ganze Nacht. Es ist schlimmer, als alles, was Joey jemals erlebt hat. Trotz aller Sorge fühlt er sich immer noch sicher zwischen den dicken Steinwänden. Auf einmal dringt Wasser ins Haus. Innerhalb von Sekunden reicht es Joey bis an die Knie. Sofort schnappt er Frau und Kind, um auf den Berg zu fliehen. Doch dann kommt die zweite gigantische Welle. Mühelos überspült sie die meterhohen Kokosnuss-Palmen, holt die Fliehenden ein und reißt sie mit. Joey umklammert die Hand seines Sohnes. Er will ihn festhalten, koste es, was es wolle. Er muss ihn in Sicherheit bringen. Doch irgendwann entgleitet ihm die kleine Hand! Auf einmal ist sie weg …

Irgendwie schaffen er und seine Frau es, zur Schule zu schwimmen. Sie stehen unter Schock und sind verzweifelt.
Eine Woche lang harren die Überlebenden in der Schule aus, ernähren sich von Bananen und Reis. Dann treffen Helfer ein und verteilen Nahrungsmittel.

Joeys Haus wurde durch den Taifun und Tsunami komplett zerstört. Noch nicht einmal die Fundamente sind übrig geblieben. Einen Monat später wurde Gians Leichnam während der Räumungsarbeiten gefunden. Auch sechs seiner Freunde ertranken an dem Tag.

Wochenlang fand Joey keine Worte, für das, was am 7. November passierte. Wenn er an den schrecklichen Moment denkt, in dem die kleine Hand seines geliebten Kindes seiner Hand entglitt, huscht ein qualvoller Blick über sein Gesicht. Die Menschen auf den Philippinen lächeln, auch jetzt nach dem Taifun. Doch ihr Schmerz ist da, ganz dicht unter der Oberfläche hinter dem Lächeln.
Vorübergehend sind Joey und seine Frau bei Verwandten untergekommen und leben von Hilfsgütern, die verteilt werden. Joey hilft als Freiwilliger beim Wiederaufbau von Holzhütten. „Holz ist besser als nichts“, sagt er. Sie stehen auf der Liste der Obdachlosen, die durch die Hilfsmaßnahmen unseres Kinderhilfswerks ein neues Zuhause erhalten. „Da sind Menschen, die uns helfen“, sagt Joey. „Das macht Mut und schenkt Hoffnung.“

Weitere Hilfsprojekte von Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care

Trägerorganisation des Projekts

Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care

Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care
Register-Nr.: 2525067028

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