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Informationen zum Projekt

Wiederaufforstung, Wasserbecken und Windenergie sichern Bergbauern die Zukunft

Bergbauern aus sechs Gemeinden der Provinz Cajamarca in den nördlichen Hochanden von Peru forsten auf, verbessern die Wasserversorgung für Mensch und Tier und ernten Windenergie.

Lang und mühsam sind die Wege in die Hochanden. Pisten führen die kahlen Hänge hinauf, vereinzelt sind Gehöfte zu sehen, der Wind pfeift zwischen den Gipfeln. Seit Generationen leben die Bergbauern hier ein abgeschiedenes, karges, eng mit der Natur verbundenes Leben. 2008 begannen vier Bergbauerngemeinden mit der Wiederaufforstung. Die Bauern entschieden sich u. a. für den Quinual-Baum (Polylepsis sp.) und den Taya-Baum (Caesalpinia Spinoza). Quinual-Bäume sind genügsam und wachsen auch auf einer Höhe von 4.000 m. Die Früchte des Taya-Baums liefern Farbstoff für traditionelle peruanische Trachten. Die Samenhülsen werden zu verschiedenen Heilmitteln, z. B. zu Teesud gegen Grippe und Fieber, verarbeitet. An geeigneten Standorten pflanzen die Bergbauern Erlen und Kiefern.

Baumschulen in sechs Gemeinden
Inzwischen betreiben bereits sechs Bauerngemeinden eigene Baumschulen. In Anzuchtbeeten werden die Setzlinge vorgezogen, bis sie stark genug sind, um in der Höhe ausgepflanzt zu werden. Gerne möchten die Bauerngemeinden ihre Baumschulen ausweiten. Nachbargemeinden haben bereits ihre Aufnahme in das Aufforstungsprogramm beantragt.

Wasser für Mensch und Tier
Parallel zur Wiederaufforstung haben die Gemeinden begonnen, ihre Wasserversorgung zu verbessern. Bei Quellen und in natürlichen Senken legen sie betonierte, geschlossene Becken als Wasserreservoirs an. Über Rohre wird das Wasser, das sich dort sammelt, zu öffentlichen Wasserstellen in der Nähe der Gehöfte geleitet. Jede Zapfstelle verfügt über einen Trog für die Tiere und einen Wasserhahn für die Menschen. In der Regel reicht das gesammelte Wasser von einer Regenzeit bis zur nächsten.

Strom aus Wind
Da die Bergbauerngemeinden nicht an ein Stromnetz angeschlossen sind, haben die Bauern an zwei Standorten erstmals mit Windrädern experimentiert. Diese hielten Stürmen stand und Gemeinschaftsgebäude wie ein Kindergarten in San Carlos und eine Schule in El Canlle können mit Strom versorgt werden. Gerne würden sie im nächsten Jahr weitere Windräder aufbauen.

Alle diese Vorhaben besprechen, beraten, planen und organisieren die Bergbauern auf ihren regelmäßigen Versammlungen. Gemeinschaftlich erarbeiten sie Ansätze, um für sich und zukünftige Generationen einen rauen Lebensraum zu erhalten und neue Perspektiven zu schaffen. Im kommenden Dezember, also im peruanischen Hochsommer, wollen die sechs Bergbauerngemeinden die beste Baumschule und die am besten wiederaufgeforstete Parzelle prämieren. Als Prämie gibt es Werkzeuge.

Für Werkzeuge, Setzlinge und die Anlage einer Baumschule werden 930 Euro benötigt. Ein weiteres Wasserreservoir mit Rohren für 2 km Leitung kostet ca. 4.200 Euro. Es kommt etwa 40 Familien zugute. Pro Familie sind dies 105 Euro. Für ein Windrad und seine Installation sind 6.550 Euro notwendig.

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Zukunftsstiftung Entwicklung in der GLS-Treuhand

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Register-Nr.: 892 Bochum

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