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Informationen zum Projekt

Madagaskar ist eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Auf dem Human Development Index der Vereinten Nationen, einem Wohlstandsindikator für Länder, liegt Benin auf dem 165. Platz von 186 Ländern auf der Rangliste. Die Lebenserwartung der Bevölkerung des Inselstaates liegt bei nur 65 Jahren. Im Vergleich dazu kann die Lebenserwartung in entwickelten Ländern bei bis zu 83,4 Jahren liegen. Gleichzeitig liegt die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren mit 50 auf 1000 Lebendgeburten höher als die in den Millenniums-Entwicklungszielen der UNO festgelegten 60.

Die internationale, christliche Hilfsorganisation Mercy Ships hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit Hospitalschiffen kostenlose, erstklassige Gesundheitsversorgung auch für diejenigen zugänglich zu machen, die sich diese in Entwicklungsländern nicht leisten könnten.

Dazu betreibt die Hilfsorganisation das größte private Hospitalschiff der Welt, die Africa Mercy, die mit fünf Operationsräumen, einer 82-Betten-Station inklusive Intensiv- und Isolierstation, einem Computertomographen, einer Röntgenstation, einem Labor und mit einer ständigen Besatzung von über 400 ehrenamtlichen Mitarbeitern ausgestattet ist. In Zusammenarbeit mit den Gastgeberländern bietet Mercy Ships Fort- und Weiterbildungen für medizinisches Fachpersonal an (Chirurgen, Krankenschwestern, Anästhesisten und Gesundheitspfleger), um vor Ort Lücken im Gesundheitssystem zu schließen. Parallel führt Mercy Ships fachchirurgische Behandlungen durch. An Bord können bis zu 7.000 Operationen jährlich durchführt werden. Auf dem Schiff werden Eingriffe vorgenommen, die vor Ort aus verschiedenen Gründen nicht möglich sind und es werden Patienten behandelt, die die Kosten für eine solche Operation nicht aufbringen können.

Da die Arbeit auf dem Schiff von der vorhandenen lokalen Infrastruktur und Instabilität unabhängig ist, können alle Behandlungen auf dem Hospitalschiff effektiv und effizient durchgeführt werden. Die vorhandenen Arbeits- und Lebensbedingungen an Bord erlauben es, den erfahrenen ehrenamtlichen Mitarbeitern, ihre Fähigkeiten bestmöglichst zum Vorteil der Patienten einzusetzen. Die mobile Zahnklinik, in der Menschen mit Zahnerkrankungen behandelt werden, befindet sich an Land. Die Räumlichkeiten hierfür werden im Voraus angemietet. Die Mitarbeiter wohnen an Bord der Africa Mercy und fahren täglich zur Klinik, die für Patienten leicht erreichbar ist.

Projektverlauf im Detail:
In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium von Madagaskar, mit medizinischen Einrichtungen, Zahnärzten, Geburtszentren und Nicht-Regierungsorganisationen hat Mercy Ships vor Ankunft der Africa Mercy im Land ein Überweisungssystem für Patienten geschaffen. Zusätzlich wird die Bevölkerung monatelang über das Radio, in Zeitungen und mit Postern über das kostenlose chirurgische Hilfsangebot informiert. Ärzte in lokalen Krankenhäusern erhalten Informationen über die Krankheitsbilder, die behandelt werden können, sowie Untersuchungsrichtlinien und Details für den Überweisungsprozess.

Nach der Ankunft des Hospitalschiffes im August 2015 selektieren Mercy Ships Chirurgen an sogenannten Untersuchungstagen Patienten, denen mit einer Operation geholfen werden kann. Neben der klassischen Anamnese und einer allgemeinärztlichen Untersuchung waren, wo nötig Computertomographische-, Röntgen- und Laboruntersuchungen zusätzliche Bestandteile der Voruntersuchungen. Danach erhielten die Patienten eine Terminkarte für ihre Operation an Bord der Africa Mercy. In Fällen, in denen keine medizinische Hilfe möglich war, wurden Beratungsgespräch und Gebet in einer sensiblen und dem jeweiligen Kulturkreis angemessenen Art angeboten. Zudem wurden Patienten in das Palliativprogramm von Mercy Ships überwiesen.

Kindern mit entsprechenden Krankheitsbildern wird grundsätzlich Vorrang bei der OP-Planung gegeben. Die erstklassische medizinische Ausrüstung an Bord des Hospitalschiffes ermöglicht die Durchführung spezieller operativer Eingriffe unter Berücksichtigung aller besonderen Sicherheitsvorkehrungen, die bei Kindern erforderlich sind.

Mercy Ships führt Operationen mit höchsten Qualitätsstandards durch und begleitet Patienten vor und nach den Operationen auf Basis eines ganzheitlichen Pflegeansatzes. Patienten, die vor ihrer Operation in die Hafenstadt anreisen, werden in einer von Mercy Ships eingerichteten Betreuungsstation an Land untergebracht. Neben Unterkunft und Gemeinschaft erhalten die Patienten und die sie begleitenden Angehörigen gesundes Essen und Trinken, das zur Stärkung für die bevorstehende Operation beiträgt. Patienten, die stark unterernährt sind, bleiben zum Teil wochenlang in dieser Einrichtung, bis sie das für die Operation notwendige Körpergewicht erreicht haben. Diese Patienten, in den meisten Fällen Säuglinge und kleine Kinder, werden in ein spezielles Ernährungsprogramm für Kleinkinder von Mercy Ships aufgenommen.

Für die letzten OP-Vorbereitungen werden die Patienten auf die schiffseigene Krankenstation verlegt. Der Eingriff findet unter Vollnarkose oder örtlicher Betäubung an Bord statt. Nach einem kurzen Aufenthalt im Aufwachraum werden die Patienten auf die Station verlegt. Während der Genesungsphase wird der Patient von einer Intensiv-Krankenschwester beobachtet, um möglichen Komplikationen zeitnah entgegenwirken zu können. Pflegekräfte bieten nach Bedarf Maßnahmen zur Rehabilitation, beispielsweise Physio-, Ergo- und Sprachtherapie an. Damit wird dem Patienten eine schnelle und erfolgreiche Wiedereingliederung in die Gesellschaft ermöglicht.

Nach der Entlassung aus dem Hospital an Bord, werden Patienten auf die Betreuungsstation an Land verlegt und von Pflegekräften betreut, bis ihre Wunden verheilt sind.

In Zusammenarbeit mit örtlichen Krankenhäusern, weiteren medizinischen Einrichtungen und dem Gesundheitsministerium bietet Mercy Ships außerdem einheimischen Chirurgen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten an. Diese tragen dazu bei, dass letzten Endes die Leistungsfähigkeit des Gesundheitswesens langfristig gestärkt wird.

Trägerorganisation des Projekts

Mercy Ships Deutschland e.V.

Mercy Ships Deutschland e.V.
Register-Nr.: R 10974

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