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Informationen zum Projekt

KwaWazee - soziale Grundsicherung für alte Menschen
Das Gesicht der Armut ist zumeist weiblich.

Leonida Tibangonza ist ein „Wazee“, auf Kisuaheli ein alter Mensch. Leonida lebt in Mugaba, nahe dem Viktoriasee in Tansania und ist etwa 80 Jahre alt. So genau weiß das niemand. Sie hat acht Kinder geboren, sieben Töchter und einen Sohn. Genug Kinder, würde man denken, damit sie es jetzt im Alter etwas einfacher hat. Aber es kam anders. Vor 14 Jahren starb Leonidas erste Tochter und sie nahm den dreijährigen Faustin zu sich auf. Damals fühlte sie sich noch stark. Mit den in ihrem Garten angebauten Bananen, Bohnen und Mais konnte sie sich und den Enkel ausreichend versorgen. Mit dem Saft gepresster Bananen verdiente sie sich etwas Geld dazu. Heute hat sich alles geändert. Selbst an guten Tagen reicht die Kraft nur noch für ein, zwei Stunden Feldarbeit. Immer öfter bleibt sie ganz im Haus. Doch woher das Geld nehmen, um Seife, Streichhölzer, Kerosin für die Lampen oder gebrauchte Kleidung zu kaufen? Hilfe von ihren Kindern kann sie kaum erwarten. Eine zweite Tochter ist ebenfalls gestorben, weitere drei Töchter sind inzwischen verwitwet und haben selbst genug Probleme. Über die Todesursache wird nicht gesprochen. Doch die Region Mugaba ist eines jener vielen Gebiete Afrikas mit den meisten Toten als Folge von HIV/AIDS. Jedes fünfte Kind ist in dieser Gegend zum Waisen geworden. Oft bleiben nur die Großmütter übrig, um für die Enkel zu sorgen.

Mit ihrem Schicksal steht Leonida nicht allein da. In Tansania gibt es weder eine staatliche Altersversorgung noch eine andere Form von Rente für die etwa 2 Mio. Menschen über 60 Jahre. In der Regel kommen die Kinder für die Eltern auf, wenn diese alt und schwach werden. Die HIV/AIDS-Pandemie hat diese Regel außer Kraft gesetzt. Die Situation für viele alte Menschen hat sich dramatisch verschlechtert. Sie haben mit ihren eigenen Kindern nicht nur ihre Altersvorsorge verloren, sondern sie sind oft noch für mehrere Enkelkinder verantwortlich.

Leonida Tibangonza gehört seit einem Jahr zu einer Gruppe von derzeit 300 Großmüttern in und um Mugaba, die über das Projekt Kwa Wazee unterstützt werden. Jede der Großmütter erhält umgerechnet etwa 3.50 Euro monatlich plus 1,20 Euro zusätzlich für jedes mitversorgte Enkelkind. Das ist bescheiden, dennoch ist die Wirkung groß. Für 3,50 Euro erhält Leonida auf dem lokalen Markt 2 große Stück Seife, zwei Kilo Zucker, zwei Kilo Reis, ein Kilo Salz sowie etwas Trockenfisch und Speiseöl. Der Enkel erhält ein paar einfache Sandalen und ein T-Shirt vom Second-Hand-Markt. Es geht aber nicht nur um die zusätzlichen Kalorien, verbesserte Hygiene und anständige Kleidung. Über die kleine Rente wird auch die Leistung der Großmütter anerkannt, ihr Selbstwertgefühl und ihre Anerkennung durch die Dorfgemeinschaft haben immens zugenommen.

Mit Ihrer Spende können Sie dabei helfen, dass noch mehr Großmütter durch das Projekt KwaWazee unterstützt werden.

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