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Informationen zum Projekt

Krise in Libyen: Ärzte der Welt hilft subsaharaischen Afrikanern auf der Flucht aus LibyenImmer mehr Menschen fliehen vor den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen dem Machthaber Gaddafi und den Rebellen. Unter ihnen sind auch Migranten aus Ländern südlich der Sahara, die besonders gefährdet sind. Nach einer Evaluierungsreise entlang der Grenzen Libyens zu Tunesien und zu Ägypten startet Ärzte der Welt eine Hilfsaktion zur psychologischen Unterstützung der Flüchtlinge. Dabei arbeitet das internationale Netzwerk mit dem Verein Association des Maliens Expulsés" (A.M.E.), einem Kooperationspartner aus Mali, eng zusammen. 
Nach einer Evaluierungsreise berichtete der Ärzte der Welt-Experte Dr. Djawad Guerroudj am 7. März: Es befinden sich viele Menschen im Grenzgebiet. Seit einer Woche versuchen fast jeden Tag 8.000 bis 10.000 Menschen die Grenze nach Tunesien zu überqueren. (…) Viele Menschen haben grausame Szenarien miterlebt, sie benötigen dringend psychologische Unterstützung welche aber nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung steht." 
Aufgrund dieser Erkenntnisse startet jetzt Ärzte der Welt jeweils einen Einsatz an den Grenzen Libyens zu Tunesien und zu Ägypten. Die vierköpfigen Teams bestehen jeweils aus einem Psychologen, einem Arzt, einem Koordinator und einer Assistenzkraft. Sie bieten Flüchtlingen den Grenzgebieten psychologische Betreuung. Dabei stützen sich unsere Mitarbeiter auf die Kooperation mit dem Verein A.M.E., der in Mali abgeschobenen Migranten psychosoziale Beratung und Unterstützung bei ihrer Wiedereingliederung im Herkunftsland anbietet.

Tunesisch-libysche Grenze
Ärzte der Welt ist in einem Durchgangslager in der Nähe der tunesisch-libyschen Grenze im Einsatz. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Situation von afrikanischen Migranten gelegt. "Bis heute befinden sich über 1.000 Malier im Lager. Sie sind sehr müde und völlig erschöpft. Einige wurden bedroht, manche zeitweise inhaftiert, die meisten wurden bei der Flucht ausgeraubt. Andere konnten gerade aus libyschen Auffanglagern für Migranten fliehen", sagte Dr. Rafik Bedoui, medizinischer Koordinator für Ärzte der Welt. "Wir leisten nicht nur individuelle psychologische Unterstützung, sondern organisieren auch Gesprächsgruppen, damit die einzelnen Menschen über die erlebten und oft traumatisierenden Erlebnisse sprechen können", so Dr. Bedoui weiter.

Ägyptisch-libysche Grenze
An der ägyptischen Grenze, wo Tausende von Menschen jeden Tag ankommen, arbeitet Ärzte der Welt eng mit den bestehenden Strukturen der Vereinten Nationen und den ägyptischen Behörden zusammen. Unser Team identifiziert medizinische Notfälle und leitet die betroffenen Menschen an ägyptische Gesundheitseinrichtungen weiter. "Menschen aus dreißig verschiedenen Ländern befinden sich vorübergehend im Grenzgebiet. Bei ihrer Ankunft sind sie erschöpft, die Lebensbedingungen sind dort schwierig. Nahrungsmittel werden zwar verteilt und die meisten müssen im Freien schlafen", beschreibt Pierre Salignon, Leiter der internationalen Programme von Ärzte der Welt Frankreich. Viele erzählen von vielfachen Gewalt-Erfahrungen, wie zum Beispiel Schläge, Überfälle oder Vergewaltigungen."

Weitere Hilfsprojekte von Ärzte der Welt - Médecins du Monde Deutschland e.V.

Trägerorganisation des Projekts

Ärzte der Welt - Médecins du Monde Deutschland e.V.

Ärzte der Welt - Médecins du Monde Deutschland e.V.
Register-Nr.: VR 16591

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