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Informationen zum Projekt

Ein Bohrloch und ein Wassertank ermöglichen die Versorgung von Mensch und Tier
Selenkay liegt im Süden Kenias, am Rande des Amboseli National Parks. Bis 1974 gehörte der Nationalpark der siebten Group Range der Massai. Dann steckte die Regierung  Parkgrenzen rund um den Kilimandscharo ab, erklärte das Areal zum Naturschutzgebiet und damit zur „no go area“ für die Massai. Doch die Wasservorkommen der Massai lagen an den Ausläufern des Kilimandscharo, umgeben von Futterplätzen, die auch bei langen Trockenzeiten noch Futter bieten.  Und – etwas höher am Berg – liegen die Salzseen, die die notwendige Mineralstoffversorgung für die Herden der Massai boten.

Nach den  Protesten der Massai baute die Regierung an den Parkgrenzen zwar Wassertanks und Wassertröge. Doch die Verwaltung der Wasserleitungen, -tanks und –tröge durch Regierungsangestellte funktioniert bis heute nicht. Immer wieder kommt es zu Konflikten, wenn Herden von ihren Hirten auf der Suche nach Futter, Mineralien und Wasser in das Parkgelände eindringen. Alle fünf bis sechs Jahre spitzen sich diese Konflikte während der periodisch auftretenden Dürren besonders zu.

Dabei gibt es kaum eine Bevölkerungsgruppe in Kenia, die in einem so respektvollen, symbiotischen Verhältnis mit der umgebenden Natur lebt, wie die Massai. Doch die Parzellierung von Land, die sie an der Wanderung hindert, führt gleichzeitig zu Überweidung. Die Überweidung – das Aufreißen der Grasnarbe -  führt zu Versteppung mit Dornenbüschen und damit wird Weideland noch knapper. Eine Spirale der Zerstörung, die gekappt werden muss.

Deshalb wollen die Menschen von Selenkay  nun ein Bohrloch mit Solar- oder Dieselmotor (je nach Wassertiefe und notwendiger Förderleistung) anlegen. Dazu gehört ein Tank, der das geförderte Wasser speichert, ein Trog für die Tiere und ein Wasserkiosk für die Menschen. Sie werden Wasserkomitees bilden und das Bohrloch mit seinen Anlagen selber unterhalten und warten. Für die Nutzung werden sie einen Wassershilling erheben und aus diesen Einnahmen die Ausgaben für Diesel und anderes Material bezahlen. Ein Modell, das wir mit unseren Partnern bereits an verschiedenen Stellen erfolgreich umsetzen konnten.

Um das Bohrloch herum wollen sie Baumschulen und Gemüsegärten anlegen – ein kulturverändernder Schritt für die halbnomadisch lebenden Massai. Hier werden die Massai geschult, organischen Anbau zu betreiben, um ihre Ernährungslage verbessern zu können. Bei den ersten Schulungsrunden wurde deutlich, dass es auch hier die Frauen sind, die sich insbesondere für diese Schulungen interessieren und engagieren.

Die Anlage eines Bohrlochs mit Wassertank, -trog und Motor kostet ca. 15.830 €. Dies bedeutet pro begünstigter Familie eine einmalige Investition von 56,- €.

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Trägerorganisation des Projekts

Zukunftsstiftung Entwicklung in der GLS-Treuhand

Zukunftsstiftung Entwicklung in der GLS-Treuhand
Register-Nr.: 892 Bochum

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