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Informationen zum Projekt

Im Dezember 2004 und im Januar 2005 wurde an zwei Projektstandorten der Indienhilfe, Atghara (Vikas Kendra) und Malda in West-Bengalen, jeweils ein dreitägiger Einführungsworkshop zum ICDP durchgeführt. Teilnehmer/innen waren Erzieher, Sozialarbeiter, Lehrer und Ärzte, die in den Bereichen Förderkindergärten (SVKs), Heim, Schule, Gesundheitserziehung und Selbsthilfegruppen von Müttern tätig sind. Viele Teilnehmer/innen waren begeistert von diesem Seminar. Sie wünschten sich eine Fortsetzung ("come again!") und betonten, wie gerne sie weiterlernen würden.

Was ist ICDP? ICDP (= Inter-national Child Development Programmes) ist ein speziell für Entwicklungsländer konzipiertes Training. Es wendet sich an Eltern und andere Bezugspersonen, die mit Kindern zusammen leben oder arbeiten, welche in ihrer Entwicklung gefährdet sind. Solche "children at risk" leben meist in Armuts-gebieten und sozial benachteiligten Familien. Es sind oft auch traumatisierte Kinder, Kinder, die ihre Eltern verloren haben, entwurzelte Kinder, Kinderarbeiter oder Straßenkinder.

Der beste Weg, solche Kinder langfristig zu fördern, ist neben der Absicherung von Wohnen, Ernährung, Gesundheit und Schulbildung die Unterstützung ihrer primären Bezugspersonen bei der Erziehung. Diesen Grundsatz macht sich das ICDP zu Eigen. Das Programm wurde von dem norwegischen Entwicklungspsychologen K. Hundeide entwickelt und in verschiedenen Ländern der Dritten Welt erprobt und evaluiert. Es ähnelt in seiner äußeren Struktur einem herkömmlichen Elterntraining und vermittelt basale Leitlinien kindlicher Entwicklungsförderung und Erziehung.

Drei Prinzipien machen das ICDP für Adressaten in fremden Kulturen besonders geeignet:
* Das Prinzip der Sensibilisierung: Es geht nicht darum, Wissen über Erziehungsprozesse aus unserer westlichen Kultur nach Indien zu importieren. Ziel ist vielmehr, Eltern und Erzieher für eigene, natürliche Erziehungsfähigkeiten zu sensibilisieren. Solche Fähigkeiten (sog. "local child rearing practices and traditions") geraten unter besonders belasteten Lebensumständen oft in Vergessenheit. Sie sollen aktiviert und Erziehungspersonen in ihrem Selbstvertrauen gestärkt werden.
* Das Prinzip der Verknüpfung von Einfühlung, emotionaler Zuwendung und Lernförderung: Das ICDP sieht Erziehung und kindliche Entwicklungsförderung als ganzheitlichen Prozess. Es gibt Eltern nicht nur Orientierung für ihre emotionale Beziehung zum Kind, sondern auch praktische Anregungen für kognitive Lernförderung und schulische Bildung.
* Das Prinzip der Einfachheit: ICDP verzichtet weitgehend auf schriftliche Texte und paper-pencil-Übungen. Das Programm arbeitet primär mit Fotos, Rollenspielen und anderen praktischen Übungen. Es beschränkt sich auf die Vermittlung weniger Leitlinien, die von den TeilnehmerInnen im Er-ziehungsalltag praktisch umgesetzt werden. So ist dieses Training auch besonders für Mütter und Väter geeignet, die weder lesen noch schreiben können.

ICDP wurde von der WHO als Förderprogramm für Entwicklungsländer anerkannt und übernommen. Auch besteht eine enge Kooperation mit UNICEF in verschiedenen Ländern, z.B. in Kolumbien. Weitere Länderschwerpunkte sind Angola, Mozambique und Mazedonien.

Weitere Hilfsprojekte von Indienhilfe e.V.

Trägerorganisation des Projekts

Indienhilfe e.V.

Indienhilfe e.V.
Register-Nr.: 652

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