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Informationen zum Projekt

Erfolge in der Zentralafrikanischen Republik

Die Versorgung und der Ausbau des Distriktkrankenhauses Bossembélé und der beiden kleineren Krankenhäuser in Bouali und Yaloke laufen auf Hochtouren. Wir sind mit rund 110 von uns bezahlten Kräften vom Bauarbeiter bis zum Klinikchef vermutlich der größte Arbeitgeber im Bezirk. Der Staat ist längst nicht mehr funktionsfähig und hat die Lohnzahlungen vor einem Jahr eingestellt.

Allein im Oktober haben wir 450 stationäre und 5.300 ambulante Patienten mit Personal, Medikamenten und Verbrauchsgütern versorgt. Die Medikamente werden umsonst ausgegeben, nachdem der Staat die kostenlose Behandlung für alle ausgerufen hat, um sich auch von dieser Verpflichtung zu lösen. Die OP-Räume sind voll ausgelastet. Hier werden auch die zahlreichen Verletzten der teilweise verheerenden Unfälle auf der Transitstrecke versorgt.

Doch die überwiegende Zahl der stationären Patienten sind schwer malariakranke Kinder, die zum Teil Bluttransfusionen benötigen. In der Regel können sie bereits nach fünf Tagen das Krankenhaus wieder verlassen. Ein großer Fortschritt für die anämischen Kinder ist die Einführung der Hämoglobinmessung an der Fingerkuppe, weil die Werte so unkomplizierter und schneller zu erheben sind. Momentan ist die Pädiatrie durchgehend bis auf das letzte Bett belegt. Im Schwesternzimmern der Pädiatrie haben wir eine kleine Milchküche für die vereinzelten unterernährten Kinder eingerichtet.

Die Zusammenarbeit mit den einheimischen Kräften läuft sehr gut. Nicht zuletzt, weil sich das Cap-Anamur-Team einen hervorragenden Ruf im Bezirk erarbeitet. Im Distriktkrankenhaus werden die maroden Bauten von unserem Techniker Zug um Zug renoviert. Nach Abschluss der Bauarbeiten an der Wartehalle und der Ambulanz samt Notfallraum werden derzeit die Toiletten und Duschen fertig gestellt. Als nächstes ist der Umbau des OP-Raums geplant. Unser Team bestehend aus einem Arzt, einer Krankenpflegerin, einem Logistiker und einem Techniker bemüht sich nach Kräften, auch die Zweitkliniken langsam dem Standard des Bezirkskrankenhauses anzupassen. Die Erfolge geschehen zwar in mühsamen kleinen Schritten, machen aber allen große Freude.

So ist es den Medizinern beispielsweise gelungen, die antibiotischen Verschreibungen, die oft als All-heilmittel gelten, zumindest ein wenig zu reduzieren. Cap-Anamur-Arzt Dr. Peter Holzer hat eine Fortbildung über antibiotische Therapie gehalten und das Personal in einer großen Runde über Resistenzentwicklung sowie gezielten Einsatz der Antibiosen aufgeklärt. Seitdem wird das Mittel wesentlich bedachter verschrieben. Auch im Bereich Hygiene zeigen die Schulungen unserer Krankenpflegerin Sonja Schmidtmeier Erfolge.

Schluckimpfung ist süß

Auch außerhalb der Kliniken engagiert sich unser Team für eine gesunde Bevölkerung: mit einer um-fassenden Impfaktion im gesamten Distrikt Bossembélé. Denn, was in Europa heutzutage völlig selbstverständlich funktioniert, ist in Zentralafrika eine Herausforderung auf vielen Ebenen. Durch den Bürgerkrieg und den damit zusammenhängenden Zusammenbruch der Infrastruktur fanden schon Monate lang keine regelmäßigen Impfungen mehr statt. Zudem traten an der Grenze zu Kamerun einige Polio-Erkrankungen bei Kindern auf. So starteten wir Anfang Oktober eine der größten Impfaktionen des Landes: Bis Mitte Oktober hatten wir insgesamt 18.000 Kinder geimpft.

Das Team um unsere Logistiker Marius Apke und Volker Rath hat sich um den Großteil der Logistik gekümmert. Die größte Herausforderung dabei ist, die Kühlkette aufrechtzuerhalten: So kamen auf der technischen Seite fünf Autos, 30 Motorräder und unzählige Kühlboxen zum Einsatz, um die Impfdosen auch in die entlegensten Dörfer zu bringen. Mehrere hundert lokale Helfer gingen am Wochenende, denn dann verbringen viele Menschen den Tag Zuhause, von Tür zur Tür und verabreichten den Kindern jeweils zwei Tropfen Impfstoff um die schrecklichen Lähmungen einer Polioinfektion zu vermeiden. Vorab haben wir die Dorfältesten informiert und für dieses Thema sensibilisiert, so konnten wir während der Impfaktion auf ihre Unterstützung zählen.

Weitere Hilfsprojekte von Cap Anamur / Deutsche Not-Ärzte e.V.

Trägerorganisation des Projekts

Cap Anamur / Deutsche Not-Ärzte e.V.

Cap Anamur / Deutsche Not-Ärzte e.V.
Register-Nr.: 43 VR 7768

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