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Informationen zum Projekt

1. Projektziele
Das Projekt zur Begutachtung und Betreuung traumatisierter Flüchtlinge dient der Feststellung, ob posttraumatische Belastungsstörungen (PTSD) vorliegen. Ferner soll den Betroffenen sozialpädagogisch geholfen, ggf. notwendige medizinische Behandlung gewährt und in besonderen Fällen Rechtsschutz vorfinanziert werden.

2. Zielgruppe
Derzeit befinden sich ca. 150 Flüchtlinge in den von exilio direkt betreuten Lindauer und Scheidegger Gemeinschaftsunterkünften. In Ermangelung ähnlicher Angebote durch andere Institutionen benötigen viele hilfsbedürftige Flüchtlinge auch aus den benachbarten Landkreisen Friedrichshafen, Ravensburg, Sigmaringen und Kempten sowie aus weiter entfernten Unterkünften die von exilio angebotene Hilfe. Von diesen Flüchtlingen sind erfahrungsgemäß vierzig Prozent durch Gewalterfahrungen (Folter oder Kriegs-/ Bürgerkriegserlebnisse) traumatisiert.

3. Begründung
Die Abschiebung eines traumatisierten Flüchtlings hat katastrophale, oft lebensbedrohliche Folgen für ihn und seine Angehörigen. Bei der Anhörung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) anlässlich ihres Asylantrages verschweigen Betroffene oft ihre schrecklichen Erlebnisse. Die Gründe dafür sind häufig im typischen Krankheitsbild ihrer Traumatisierung zu suchen: teils wollen sie sich nicht mehr an diese Ereignisse erinnern (Verdrängung), teils können sie es schlichtweg nicht (Abkapselung ohne bewusste Zugriffsmöglichkeiten). Viele schämen sich auch für die Schwäche, die sie unter Folter gezeigt haben oder sie meinen, dass eine politische, religiöse oder ethnische Verfolgung ihnen hier zum Nachteil ausgelegt werden könnte.

Erst wenn ihr Asylgesuch abgelehnt ist, äußern die Betroffenen Angst vor erneuter Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen. Meistens werden solche nachträglich vorgebrachten Gründe von den Verwaltungsgerichten als "gesteigerter Vortrag" gewertet, also als unglaubwürdig eingestuft. Eine Traumatisierung muss im Zweifel durch eine "in sich geschlossene, substantielle, detaillierte und nachvollziehbar klare Sachverhaltsdarstellung" glaubhaft gemacht werden. Grade aufgrund ihres Krankheitsbildes ist es den Flüchtlingen aber meist unmöglich, eine solche Darstellung ohne fremde Hilfe darzubieten. Gegenstand dieses Projektes ist demnach die Erstellung von Fachgutachten zum Nachweis der Traumatisierung und ggf. posttraumatischer Belastungsstörungen sowie eine Sachverhaltsdarstellung (Anamnese).

Dieses Gutachten umfasst folgende Teilbereiche:
a) Psychologisches Gutachten
b) Ärztliche Untersuchung und Begutachtung

Darüber hinaus müssen notwendigerweise folgende Rahmenleistungen erbracht werden:
a) Sozialpädagogische Hilfe
b) Sprachübersetzungen
c) Qualitätssicherung und Evaluation:

Weitere Hilfsprojekte von exilio Hilfe für Migranten, Flüchtlinge und Folterüberlebende e.V.

Trägerorganisation des Projekts

exilio Hilfe für Migranten, Flüchtlinge und Folterüberlebende e.V.

exilio Hilfe für Migranten, Flüchtlinge und Folterüberlebende e.V.
Register-Nr.: VR 540

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