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Wir wurden schon genug erniedrigt

Seit Monaten tobt der Bürgerkrieg in Syrien. Hunderttausende sind in die angrenzenden Länder geflüchtet. Alleine im Libanon befinden sich lt. lokalen Medien mehr als 100 000 syrische Flüchtlinge. Die Regierung hat entschieden, keine Camps oder Zeltstädte für die Flüchtlinge einzurichten. Viele sind bei Verwandten oder in Schulen untergekommen. Mit Beginn des neuen Schuljahres im September mussten sie sich Wohnungen oder Zimmer suchen. Wen wundert`s, dass die Mietpreise seitdem explodiert sind…

Beate Tohmé vom Kinderhilfswerk Global-Care befindet sich seit dem 3. November im Libanon, um sich ein Bild von den Hilfsmaßnahmen einer Kirchengemeinde im Bekaa-Tal zu machen.  

Seit Beginn der Krise betreut Pastor Joy Mallouh 80 Familien in Zahle und Umgebung. Jetzt naht der Winter mit Schnee und Minustemperaturen. Gemeinsam planen wir die nächsten Aktionen, um den Flüchtlingen zu helfen und besuchen Betroffene.  

Ranya* erzählt von ihrer Flucht und den dramatischen Erlebnissen der vergangenen Wochen: "Wir stammen aus einem christlichen Dorf in Syrien. Es gibt viele Obstplantagen und die meisten leben von der Landwirtschaft. 260 Männer und Frauen aus unserem Dorf wurden während ihrer Arbeit auf dem Feld gekidnappt. Erst durch die Intervention eines Bischofs kamen sie nach Wochen banger Ungewissheit wieder frei. Dann schlugen zwei Granaten in unser Haus ein. Das war Zuviel! Wir schnappten unsere drei Kinder, stiegen ins Auto und flüchteten in den Libanon. Unterwegs fielen Bomben und wir hatten Angst. Doch wir fuhren weiter. Wir hatten keine andere Wahl!"

Zwei Monate sind seit der Flucht vergangen. Ihr neues Zuhause ist die kleine Wohnung eines Cousins, der in Zahle als Pförtner arbeitet. Dicht gedrängt sitzen wir in dem 5 x 2 Meter Raum auf zwei Matratzen, die tagsüber als Sofa dienen. Ranya atmet tief durch, bevor sie weitererzählt:” Nachdem wir weg waren, haben sie unser Haus in Brand gesteckt. Mein Mann war Bauer und hat auf unserem Grundstück Obst und Gemüse angebaut. Unsere Aprikosen, Äpfel und Kartoffeln vergammeln auf den Bäumen und Feldern. Seit dem Vorfall mit der Entführung traut sich keiner mehr, die Plantagen zu betreten. Jetzt sitzen wir hier und wissen nicht, ob wir jemals wieder zurück in unsere Heimat können. Die Kinder gehen hier in die Schule. Das lenkt ab und gibt ihnen Halt. Doch mein Mann ist arbeitslos. Wie sollen wir die Kinder versorgen? Heute ist mein Cousin in die Hauptstadt Beirut gefahren, um Arbeit zu suchen. Falls er etwas findet, können wir in Zahle bleiben und seinen Job als Pförtner übernehmen.”

Ranyas Angst sitzt tief. Ihre Namen sollen wir nicht nennen, keine Fotos machen: “Wir wurden schon genug erniedrigt.” So verabschieden wir uns mit dem Versprechen, bald Decken und Matratzen zu bringen, damit die Kinder Platz zum Schlafen haben und nicht frieren müssen.”

Global-Care unterstützt die Aktivitäten unter den syrischen Flüchtlingen der örtlichen Kirchengemeinde unter Leitung von Pastor Elie Sassine. Da die Menschen nur mit dem Nötigsten geflüchtet sind, fehlt es an allen Lebensnotwendigen Dingen: Decken, Kleidung, Nahrungsmittel.

Weitere Hilfsprojekte von Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care

Trägerorganisation des Projekts

Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care

Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care
Register-Nr.: 2525067028

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