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Informationen zum Projekt

Kamelmilch ist insbesondere im Norden Somalias eines der wichtigsten Lebensmittel – sie ist die wichtigste Protein- und Vitaminquelle der Bevölkerung. Kamele lassen sich in sehr trockenen Gebieten halten, daher kommt ihre Milch als Nahrungsmittel und Erwerbsquelle insbesondere der ländlichen Bevölkerung in abgelegenen Gebieten zugute. Aber auch in städtischen Gebieten Somalias ist die Nachfrage nach Kamelmilch sehr hoch. Durch eine bessere Qualität und eine gezielte Vermarktung von Kamelmilch könnten sich die Kamelhirten neben ihrer eigenen Versorgung zusätzlich ein gutes Einkommen sichern.

Doch die Vermarktung ist aus zwei Gründen schwierig:
1. Die Qualität der Rohmilch ist oft zu gering, um hohe Preise zu erzielen. Es kann sogar eine Gesundheitsgefährdung für den Menschen von der Milch ausgehen. Zudem lassen die unhygienischen Bedingungen bei Produktion und Transport die Milch leicht verderben. Zusätzliche Schwierigkeit ist, dass die Gebiete, in denen Kamelmilch produziert wird, vor allem in der Regenzeit schwer zugänglich sind. Die Milch kann nicht mit der notwendigen Geschwindigkeit zum Markt gebracht werden.
2. Während der Regenzeit, in der die Tiere ausreichend zu fressen finden, ergibt sich eine Überschussproduktion von Kamelmilch, die wiederum zu niedrigen Verkaufspreisen führt. Die Kamelhalter sind jedoch nicht in der Lage, die Überschüsse zu länger haltbaren Produkten wie Butterfett oder Kondensmilch weiterzuverarbeiten, um so mit einer Produkt- oder Geldreserve die Trockenzeit überbrücken zu können.

Seit 2006 zielt das "Somalia Pastoralist Dairy Development Project" von Tierärzte ohne Grenzen darauf ab, die Ernährungs- und Einkommenssituation von Kamelhaltern in Puntland (Nord-Somalia) zu verbessern. Neben einer tiermedizinischen Betreuung führt Tierärzte ohne Grenzen Trainingsmaßnahmen für die Kamelhalter durch. Die Förderung einer hygienischen, effektiven Produktion und einer organisierten Sammlung sowie Transport und Kühlung von Kamelmilch stehen hierbei im Mittelpunkt. Da die Kamelhalter in der Regel nicht lesen und schreiben können, wird für sie spezielles Lehrmaterial entworfen. In den Dörfern werden Milchsammelzentren eingerichtet. Kühlung und Transport der Milch werden gemeinschaftlich organisiert. Nach einem Training produzieren lokale Handwerker Milchkannen und andere notwendige Gerätschaften. So werden vor Ort weitere Arbeitsplätze geschaffen und die lokale Wirtschaft zusätzlich gefördert. In zwei neu errichteten Milchlaboratorien wird die Qualität der Kamelmilch überprüft, um eine Gesundheitsgefährdung für den Menschen auszuschließen. Darüber hinaus wird die Herstellung haltbarer, vermarktungsfähiger Produkte erprobt.

Ein Exemplar des Ausbildungshandbuchs für die Kamelhalter kostet 5,00 Euro.

Weitere Hilfsprojekte von Tierärzte ohne Grenzen e.V.

Trägerorganisation des Projekts

Tierärzte ohne Grenzen e.V.

Tierärzte ohne Grenzen e.V.
Register-Nr.: VR 34717 B Amtsgericht Berlin-Charlottenburg

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