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Informationen zum Projekt

Millionen indischer Kinder werden nie eingeschult, sondern eingearbeitet - eingearbeitet in die Tätigkeit ihrer Eltern, eingearbeitet in ein Leben ohne Wissen und ohne Chancen. Je nach Schätzung sind es zwischen 20 und 85 Millionen - Kinderarbeit ist Indiens Alltag.

Sie bringen Tee, säen und ernten, bauen Straßen und nähen Saris, sie drehen Bidis, reparieren Räder oder klopfen Steine. Viele Mädchen arbeiten als Angestellte in Mittelklassehaushalten, manchmal bis zu 12 Stunden am Tag für einen Hungerlohn von fünf Euro im Monat. In Kalkutta alleine sind es schätzungsweise 50.000. Oft leben sie völlig abgeschottet und dürfen das Haus nicht verlassen. Wie gefährlich das für diese Kinder ist, hat die indische Regierung inzwischen erkannt und den "Child Labour (Prohibition and Regulation) Act", das Gesetz zum Verbot und zur Regulierung von Kinderarbeit aus dem Jahr 1986, um einen Absatz erweitert. Demnach ist das Einstellen von Kindern bis 14 Jahre als Hausangestellte, in Teeläden, Hotels und Restaurants seit Oktober 2006 verboten. Ein Fortschritt? Rechtlich ja, faktisch wohl kaum. Viele Experten und indische Kinderrechtsorganisationen sprechen unverblümt von "tokenism" - Symbolpolitik. Das Gesetz ist erlassen, doch wie die Regierung es durchsetzen möchte, das sagt sie nicht. Kaum jemand glaubt, dass sie es schafft. Nicht wenige bezweifeln sogar, dass sie es wirklich will. Zu viel Profit wird mit billiger Kinderarbeit gemacht.

Genau gegen diese politische Gleichgültigkeit wehrt sich das "Westbengalische Netzwerk gegen ausbeuterische Kinderarbeit", eine Initiative von Indienhilfe und inzwischen zehn indischen Partnerorganisationen. Auf dem zweitägigen Workshop im August wurde ein Aktionsplan verabschiedet. Im Zentrum stehen Aufklärungskampagnen zu Kinderrechten in den Projektgebieten - zum Beispiel im Oktober im Zuge der Gesetzesänderung - sowie gemeinsame Presseaktionen, um das Thema Kinderarbeit verstärkt in die Öffentlichkeit zu bringen. Die stille Akzeptanz herausfordern und beenden - das ist das Ziel. Zur Strategie eines langfristigen Meinungswandels gehören aber auch Programme mit den Kindern selber. Ein gutes Beispiel dafür ist Child Rights and You (CRY), Netzwerkmitglied und neue Partnerorganisation der Indienhilfe, mit ihren Nabadisha-Zentren in Kalkutta. Dort werden Jungen und Mädchen ab dem Kindergartenalter, die in Slumgebieten mit einer hohen Kriminalitätsrate - oft auf der Straße - wohnen, unterrichtet und auf den Besuch einer staatlichen Schule vorbereitet. Um dem Abrutschen der Kinder vorzubeugen, kooperiert CRY seit Jahren erfolgreich mit der Polizei Kalkuttas. Die Zentren liegen stets in der Nähe einer Polizeistation und werden von den örtlichen Polizeibeamten betreut. Damit erreicht CRY zwei Dinge auf einmal: Zum einen hat sich das Verhältnis zwischen Polizei und Slumbewohnern merklich entspannt und die Kriminalitätsrate ist gesunken. Zum anderen werden gefährdete Kinder so früh wie möglich ans Lernen gewöhnt. Schule statt Arbeit wird zum Alltag, das lernende Kind zur Norm. Solche Projekte helfen, den ewigen Kreislauf der Armut zu durchbrechen, in dem Kinderarbeit eine wesentliche Rolle spielt.

Für fünf Nabadisha-Zentren benötigen wir noch 8000 €!

Weitere Hilfsprojekte von Indienhilfe e.V.

Trägerorganisation des Projekts

Indienhilfe e.V.

Indienhilfe e.V.
Register-Nr.: 652

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