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Informationen zum Projekt

Natürlich soll die Ise fließen. Ein Naturschutzprojekt der Aktion Fischotterschutz e.V.

Die Ise, ein Heidefluß von 43 km Länge, wird von der Aktion Fischotterschutz im niedersächsischen Landkreis Gifhorn revitalisiert. Das Projekt ist ein deutschlandweites Modellvorhaben. Die Ergebnisse sollen auch dazu helfen, ähnliche Naturschutzvorhaben an intensiv genutzten Gewässern zu erleichtern. Im Gegensatz zu den Fluß-Renaturierungen anderer Projektträger wurden vor allem 4 Prämissen aufgestellt, die sich auch an dem sozio-ökonomischen Rahmen orientieren: Keine Wiederherstellung eines historischen Zustandes, kein technischer Rückbau, keine Schutzgebietsausweisung und weitgehende Vermeidung hoheitlicher Eingriffe. Erklärtes Ziel ist es, herauszufinden, wieviel Naturschutz zusammen mit der Bevölkerung in der Kulturlandschaft umsetzbar ist.

Durch die Rückhaltung von Wasser und Nährstoffen in der Niederung, die Förderung der eigendynamischen Entwicklung des Gewässers und die Erhöhung der Arten- und Lebensraumvielfalt sollte sich die Ise-Niederung so entwickeln, daß dort auch der Fischotter überleben kann. Die Ise-Niederung ist ein typisches Beispiel für die Probleme fast aller norddeutschen Flüsse. Die landwirtschaftliche Ackernutzung reichte bis an die Böschung, Hecken und ungenutzte Uferraine fehlten fast vollständig.

Durch den Ankauf von Acker und anschließende Umwandlung in Grünland konnte die Intensität der Nutzung gemindert und die Unterhaltungsarbeiten am Gewässer drastisch reduziert werden. Eine eigendynamische Entwicklung der Gewässersohle und der Ufer ist heute möglich. Die gekauften Flächen werden mit Naturschutzauflagen an Landwirte verpachtet und weiter extensiv genutzt. Entlang der Ise bleibt ein 10 Meter breiter Streifen ungenutzt. Durch Gehölzpflanzungen und Samenanflug entstand ein "grünes Netz" von ca. 46 km ungenutzten Rainen und Hecken, die wichtige Lebensräume in der Niederung darstellen.

Die Kommunikation aller Maßnahmen wurden bei dem Projekt groß geschrieben. Eine breit angelegte Öffentlichkeits- und Kommunikationsarbeit erleichterte wesentlich die Umsetzung vieler, für den Naturschutz wichtiger Vorhaben. Das Spektrum dieser öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen reichte von Exkursionen, Vorträgen, Einer Projektzeitung über intensive Pressearbeit, Fernsehbeiträgen bis zu einer multimedialen Darstellung auf einer CD-ROM. Kinder und Jugendliche wurden für die Natur und ihre Erhaltung sensibilisiert. Diese Generation kann zukünftig einen Beitrag für die Entwicklung ihrer Region liefern. Wichtig war dabei der Spaß am Naturschutz. Der Naturschutz kann einen positiven und wertvollen Teil des Lebens darstellen.

Die Ergebnisse des Projektes werden durch eine wissenschaftliche Begleituntersuchung dokumentiert. Allerdings vollziehen sich die Veränderungen auf den Grünlandbeständen in relativ langen Zeiträumen. Auf vormals beackerten Standorten brauchen die typischen Grünlandarten mehr als 8 Jahre, um sich anzusiedeln. Schneller als bei den Grünländern vollziehen sich die positven Veränderungen im Bereich der Ise-Ufer, der Hecken und ungenutzten Brachflächen. Hier fanden sich sehr schnell Vogelarten wie der Neuntöter, das Braunkehlchen und der Sumpfrohrsänger als Brutvögel ein.
Aufgrund der stark reduzierten Gewässerunterhaltung und der ungenutzten Uferbereiche ist auch die Kleintierwelt der Ise vielfältiger geworden. Insbesondere die fließgewässertypischen wirbellosen Tiere, wie z.B. die Grüne Keiljungfer und die Blauflügelige Prachtlibelle haben in ihren beständen deutlich zugenommen. In den letzten 5 Wintern konnten immer wieder entlang der Ise Trittsiegel des Fischotters gefunden werden. Erstmals wurden im Jahr 1999 auch im Sommer Fischotterspuren gefunden, so daß eine Ansiedlung sehr wahrscheinlich erscheint.

Um das Projekt fortführen zu können, bzw. dessen Ergebnisse bei der Umsetzung ähnlicher Vorhaben einfließen zu lassen, sind erhebliche finanzielle Mittel aufzubringen. Auch eine Fortführung von Naturschutzprojekten dieser Art sind nur realisierbar, wenn sich genügend Menschen finden, die den Naturschutz in der Kulturlandschaft mit einer finanziellen Förderung unterstützen.

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Trägerorganisation des Projekts

Aktion Fischotterschutz e.V.

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