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Informationen zum Projekt

Äthiopien ist eines der ärmsten Länder der Welt. Bei einer durchschnittlichen Kinderzahl von 5 Kindern pro Frau wird sich die Bevölkerung bis 2050 voraussichtlich verdoppeln. Schon jetzt ist die Gesundheitsfürsorge vor allem für Kinder und Mütter sehr schlecht, das rasante Bevölkerungswachstum droht die Armut weiter zu verschärfen. So ist das Risiko einer Frau, während der Schwangerschaft oder infolge von Geburtskomplikationen zu sterben, in Äthiopien sehr hoch: Statistisch gesehen trifft es eine von 27 Frauen.

Das Land ist noch heute stark von Traditionen geprägt, die Mädchen werden häufig bereits im Alter von 12 oder 13 Jahren mit wesentlich älteren Männern verheiratet. Selbst noch Kinder sollen die Mädchen dann alsbald schwanger werden. Für die Strapazen einer Schwangerschaft sind ihre Körper jedoch nicht reif genug und es kommt häufig zu massiven Geburtskomplikationen. Während der langen Wehen drückt der Kopf des Babys ununterbrochen auf das Gewebe im Unterleib. Dadurch wird die Blutzufuhr unterbrochen und Teile des Gewebes sterben ab. So entstehen Löcher zwischen Scheide, Blase und Darm – die Scheidenfisteln. Die jungen Frauen können ihre Ausscheidungen nicht mehr kontrollieren und werden in der Regel von ihren Familien verstoßen. Von diesem Zeitpunkt an leben sie mit Scheidenfisteln und leiden körperlich und seelisch. Fern ab von ihrem sozialen Umfeld sind sie nun auf die Versorgung durch wohlwollende Angehörige angewiesen.Ein Martyrium beginnt. 

Dabei könnte es auch anders sein: Scheidenfisteln können mit einer relativ einfachen Operation behandelt werden: Etwa 90% der Patientinnen können danach wieder ein ganz normales Leben führen. In Äthiopien fehlen jedoch fast überall Fachpersonal und medizinische Ausstattung für eine solche Operation. Das nächste Krankenhaus ist häufig mehrere Tagesreisen entfernt und es ist den betroffenen jungen Frauen fast unmöglich, zur Klinik zu gelangen. Sie sterben vielfach auf dem Weg dorthin, denn die kilometerlangen Wege müssen ihre bereits geschwächten Körper zu Fuß auf sich nehmen, da sie wegen ihrer Inkontinenz niemand mitnimmt. 

Viel Leid kann jedoch verhindert werden, wenn junge Menschen rechtzeitig über Sexualität, HIV/AIDS Prävention und Verhütungsmöglichkeiten aufgeklärt werden. Denn noch besser als eine Operation ist die Prävention. Scheidenfisteln lassen sich einfach vermeiden: Wenn Mädchen nicht schon im Teenageralter schwanger werden, sondern erst wenn ihr Körper voll entwickelt ist und sie es selber möchten. Aufklärung und Verhütung sind deshalb eine Grundvoraussetzung zur Verhinderung von Fisteln. Damit Mädchen und junge Frauen erfahren, wie sie Scheidenfisteln vorbeugen und ungewollte Schwangerschaften vermeiden können, lernen sie in den DSW-Jugendklubs alles über Aufklärung, Verhütung, HIV /Aids und auch über Scheidenfisteln. Darüber hinaus klärt die Stiftung Weltbevölkerung auch andere Gemeindemitglieder und die Dorfvorsteher auf, um die frühen Hochzeiten langfristig zu verhindern.

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Trägerorganisation des Projekts

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung DSW

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung DSW
Register-Nr.: 25/206/36453

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