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Informationen zum Projekt

Fatema Khatun ist Kinderrechtsaktivistin im Gobindapur Gram Panchayat im North-24-Parganas-Distrikt, seit 2018 Schwerpunktgebiet unseres Projekts „Kinderarbeiterfreie Kommunen“ mit ca. 300 Kinderarbeitern. Fatema ist für sechs Siedlungen mit 2.243 Familien zuständig. Bei ihren Hausbesuchen stellte sie fest, dass von 950 Kindern im Alter von 6 bis 14 Jahren 136 Kinder nicht regelmäßig zur Schule gehen und damit als Kinderarbeiter gelten.


Eines von ihnen ist der 13jährige Habibur, dessen Eltern als Wanderarbeiter monatelang mit ihren Kindern in einer Ziegelei arbeiteten. Durch das lange Fehlen konnte Habibur nach seiner Rückkehr dem Unterricht nicht mehr folgen; er begann, in einem Süßwarenladen zu arbeiten. Zu den Aufgaben der Kinderrechtsarbeiter gehört es, in den Dörfern darüber aufzuklären, dass Kinderarbeit illegal ist und jedes Kind das Recht auf Schulbesuch und auch die Pflicht dazu hat. Sie verfolgen jeden Fall von Kinderarbeit individuell und erarbeiten mit der Familie einen Plan zur Wiedereinschulung. So führte Fatema unzählige Gespräche mit Habiburs Eltern und dem Ladenbesitzer, bis sie endlich seiner Rückkehr an die Schule zustimmten. Weil es dem Jungen schwerfiel, sich wieder an das Schulleben zu gewöhnen, besuchte er zunächst unser Brückenschulen-Internat für Kinderarbeiter, um den Unterrichtsstoff nachzuholen und Anschluss an seine Altersgenossen zu finden.

Neben Aufklärungsarbeit über Kinderrechte und deren Verankerung in der Dorfgemeinschaft bietet Fatema – wie alle Kinderrechtsarbeiter – an den Schulen in ihrem Zuständigkeitsbereich dreimal wöchentlich Nachhilfe-Unterricht an. Und sie kümmert sich darum, dass die staatlichen Mutter-und-Kind-Förderzentren (ICDS6-Zentren) für Kinder von 0 bis 6 Jahren ordnungsgemäß funktionieren. Angefangen haben wir das Projekt zur Schaffung flächendeckend kinderarbeiterfreier Kommunen 2009 im Tepul-Mirzapur GP und
weiteten die erfolgreiche Arbeit auf die GPs Saguna und Gobindapur aus. Im letzten Jahr wurden im Tepul-Mirzapur GP nur noch 15 Fälle von Kinderarbeit registriert und das Bewusstsein für Kinderrechte ist in der Dorfgemeinschaft mittlerweile so gestärkt, dass wir uns schrittweise zurückziehen können. Dafür konzentrieren wir uns jetzt auf den Gobindapur GP, der nahe der Grenze zu Bangladesch liegt, wo Kinder als Hirten für den Schmuggel von Rinderherden ins Nachbarland missbraucht werden, und der mit seinen vielen Ziegelbrennereien auch sonst ein hohes Risiko für Kinderarbeit birgt.

 

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Trägerorganisation des Projekts

Indienhilfe e.V.

Indienhilfe e.V.
Register-Nr.: 652

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