Hilf uns helfen

HelpDirect finanziert sich durch Spenden. Unterstütze direkt unser ehrenamtliches Engagement mit deiner Spende!

Informationen zum Projekt

Hilfsorganisation:
Street Child – eine auf Westafrika spezialisierte Organisation mit hervorragender Erfolgsbilanz

Street Child Deutschland ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein der in Kooperation mit der britischen Hilfsorganisation Street Child, die seit 2008 mit lokalen Partnerorganisationen in Sierra Leone und Liberia zusammenarbeitet, zum Ziel hat, gefährdete Kinder zu schützen und den Zugang zu Bildung zu verbessern. Aktuell gehen über 40.000 Kinder in Westafrika mit der Unterstützung von Street Child zur Schule. Unsere Arbeitsmethoden sind bewährt und äußerst effizient. Wir arbeiten günstig, wirksam und den Umständen angemessen. Während der Ebola-Krise konnte Street Child mit einem Bruchteil der riesigen Summen, die bekannten Hilfsorganisationen zur Verfügung standen, zusammen mit lokalen Partnern hervorragende Ergebnisse erzielen.

Situation:
Zwei der bereits vor Ebola ärmsten Länder der Erde wurden durch die Krankheit noch schwerer beeinträchtigt

Die Armutsquote in Sierra Leone gehört zu den höchsten in der Welt. Vor Ebola lebte 70 % der Be-völkerung von weniger als € 1,30 am Tag, die Infrastruktur wurde durch den Jahrzehnte langen Bür-gerkrieg  zerstört, ungefähr 230.000 Kinder im Grundschulalter gingen nicht zur Schule und 50.000 Kinder lebten auf der Straße . Der neuste Ebola-Ausbruch war die tödlichste Form der Krankheit, durch die 28.000 Menschen infiziert und mehr als 11.000 getötet wurden. Obwohl die medizinische Krise jetzt abgeklungen ist, bedrohen ihre Auswirkungen noch immer das Leben von vielen Men-schen, so dass wir jetzt handeln müssen.

Ebola hat Jahre des hart erkämpften Fortschritts für Sierra Leone ausgelöscht. Quarantänen, Sperr-zeiten und Grenzschließungen haben viele kleingewerbliche Betriebe vollständig zerstört. Zehntausende Kinder sind zu Waisen geworden. Schulen wurden für 9 Monate ganz geschlossen, mit dem Risiko, dass viele Kinder niemals zurückkehren würden. Außerdem wurden zwei Banken im Staatsbesitz  geschlossen, zwei multinationale Bergbauunternehmen sind zusammengebrochen  und verheerende Regenfälle haben die Infrastruktur in den vergangenen Monaten zerstört. Ernten sind ausgefallen und die Armutsquote steigt sprunghaft an.

Das Interesse der Welt und die Schlagzeilen der Medien haben sich anderen Themen zugewandt, aber Sierra Leone erfährt jetzt eine gegenteilige Entwicklung. Street Child setzt sich dafür ein, dass arme und gefährdete Kinder zur Schule gehen können. Selbst vor Ebola gab es einen sehr großen Hilfsbedarf, der jetzt noch viel größer ist  und Street Child setzt sich unermüdlich dafür ein, diesen Kindern zu helfen.

„Mit der Hilfe von Street Child würde ich gerne wieder zur Schule gehen und dann Präsident dieses Landes werden. Ich würde den Kindern sagen, die Straße zu verlassen, denn das Leben dort ist für sie so hart.” (Abas Sankoh, 10 Jahre)

Die Armut hindert tausende von Kindern daran, in die Schule zu gehen, ein Teufelskreis, der sich endlos wiederholen kann, bis er durchbrochen wird. Für Familien, die Ebola-Waisen adoptiert haben, gibt es jetzt mehr Familienmitglieder zu ernähren. Während des Ausbruchs gingen viele dieser Waisen und andere gefährdete Kinder zur Arbeit und es besteht nun das Risiko, dass sie dort bleiben, anstatt zur Schule zurückzukehren. Die Betreuungspersonen sind auf dieses zusätzliche Einkommen angewiesen und ohne zusätzliche Unterstützung können viele Kinder nicht ermutigt werden, zur Schule zurückzukehren. Außerdem waren alle Schulen in Sierra Leone wegen Ebola für 9 Monate geschlossen und es besteht die große Gefahr, dass dies das Ende der Schulbildung für viele Kinder bedeutet. Wenn ein Kind die Schule abgebrochen hat, wird es nach der weitreichenden Erfahrung von Street Child immer schwieriger, wieder zur Schule zu gehen. Der Abbruch der Schule stellt eine Gefahr für Kinder dar – jetzt und in der Zukunft. Sie riskieren ein Leben auf der Straße, Kinderarbeit und sexuelle Ausbeutung – eine verlorene Kindheit.

Die Zukunftsfähigkeit steht im Mittelpunkt unserer Arbeit und Street Child spricht dieses Thema in noch nie da gewesenem Umfang, auf nationaler Ebene, an. Wir werden unser bewährtes Modell einer zukunftsfähigen Schulbildung, der Beratung, Familienmediation, Schulanmeldung und eines Geschäftsplan verwenden, um auf das Haupthindernis für eine Schulbildung abzuzielen: die Armut der Familie. Unsere Ergebnisse sprechen für sich selbst – 92 % der von uns unterstützten Kinder bleiben in der Schule und 90 % der Betriebe bleiben für zumindest ein Jahr bestehen, nachdem  die Unterstützung eingestellt wurde.

Unser Kampf gegen Ebola: 250.000 Sierra-Leoner erhielten persönlichen Gesundheitsunterricht über Ebola und wie man sich davor schützen kann; 13.000 durch Ebola verwaiste Kinder erhielten während des Höhepunkts der Krise Notfall-Pakete zu Unterstützung; 8.000 Waisenkinder haben nach dem Ende der Krise 2015/2016 umfangreiche Unterstützung erhalten: Nahrung, Unterstützung für die Familie, Ausbildung, Schulgebühren und soziale Unterstützung; 40.000 Kindern wurde seit dem Ende der Ebola-Krise im Rahmen der Aktion „Zurück zur Schule“ geholfen

Schwerpunkt:
Ausbildung von  Mädchen im Teenageralter  – eine klare Notwendigkeit und eine gewinnbringende Investition

In fast allen wichtigen Bildungsindikatoren bleiben Mädchen weit hinter Jungen zurück – eine krasse Ungleichheit und eine entwicklungspolitische Katastrophe. In Sierra Leone können 46 % der jungen Frauen nicht lesen und schreiben  (UNESCO,  2013),  verglichen  mit  28 %  der  jungen  Männer.  Dabei  ist  nachgewiesen,  dass  die Mädchenbildung einer der größten Beschleunigungsfaktoren für die Entwicklung eines Landes ist und zu den wirksamsten Investitionen gehört:
• Für jedes Jahr Sekundärausbildung, die ein Mädchen erhält, erhöhen sich ihre lebenslange Ein-künfte um 25 % (UNICEF).
• Nur wenige Jahre Schulbildung führen bei Mädchen dazu, dass sie weniger und gesündere Kinder bekommen und verringern die Wahrscheinlichkeit, dass die jungen Frauen bei der Geburt sterben oder an HIV/AIDS erkranken.
• Frauen mit Schulbildung haben ein geringeres Risiko, früh und gegen ihren Willen zu heiraten oder häusliche Gewalt zu erleiden. Sie geben ihr Wissen an ihre Kinder weiter und unterstützen ihre Erziehung.
• Lebensrettend: Wenn alle Frauen in Subsahara-Afrika ihre Grundschulausbildung abschließen würden, wäre eine 70-prozentige Reduzierung der Sterbefälle bei Müttern die Folge; und wenn alle Frauen eine Sekundärausbildung hätten, würden die Todesfälle bei Kindern um 50 % sinken (UNESCO).

Die Wandlung sozialer Strukturen durch Ebola bietet eine einzigartige Chance, positive Änderun-gen in bekannten Problembereichen zu unterstützen. Kulturelle Einschränkungen haben vielen Mädchen den Weg zur Bildung versperrt. Ebola hat viele dieser kulturellen Normen und Tabus gewandelt (zum Beispiel taktile Begrüßung, Begräbnisgebräuche). Die Menschen haben ihr Verhalten geändert, nachdem die Vorteile deutlich wurden. Das hat zu einer neuen Offenheit in der Gesellschaft geführt – zu einem Bewusstsein, dass Änderung erforderlich ist. Veränderung ist möglich!

Die Mädchenbildung hat das größte Potenzial, langfristige, nachhaltige Änderungen für die beschädigten Gesellschaften in Sierra Leone und Liberia zu bewirken. Die Zeit nach der Ebola-Krise bietet eine einzigartige Gelegenheit, diese Änderung zu unterstützen.

 

Der Plan:
Wir möchten, dass 20.000 gefährdeten Kindern bis September 2018 erfolgreich den wichtigen Übergang in die Sekundarschule schaffen – Kinder (vor allem Mädchen), die sonst mit hoher Wahrscheinlichkeit die Schule in der Grundschule abbrechen würden.

Street Child hat 2015 im Rahmen der Initiative „Hilfe für die Kinder der Post Ebola Generation“ in ganz Sierra Leone über 2.000 Mädchen befragt, warum sie nicht in die Schule gehen und ihre Ausbildung abschließen. Die überwiegende Mehrzahl gab Armut als Antwort an – fehlende Mittel für die Anmeldung und den Besuch der Schule. Die letzten zwei Gundschuljahre und das erste Jahr der weiterführenden Schule stellten sich als besonders kritisch heraus – die Jahre, in denen die Mädchen ihre Lese- und Schreibkenntnisse festigen, aber auch der Zeitraum mit den höchsten Abbruchquoten.
Das heißt, dass viele der ärmsten und am stärksten gefährdeten Mädchen die Schule genau da verlassen, wenn sie gerade erst beginnen, lebenswichtige Lese-, Schreib- und Rechenkenntnisse zu fundieren. Die Mädchen berichteten auch, dass der Tod eines Versorgers, Schwangerschaft im Teenageralter, sexueller Missbrauch in der Schule und die fehlende Unterstützung durch die Eltern zu Schulabbruch oder schulischem Misserfolg führten.

Die ganzheitliche Vorgehensweise von Street Child adressiert diese Probleme durch eine Kombination von Sozialarbeit, pädagogischer Betreuung, Unterstützung von Familienunternehmen und dem engagierten Eintreten für die Schulbildung. Dies hat seit 2008 den Schulbesuch für 20.000 Kinder ermöglicht.

1. Speziell ausgebildete Sozialarbeiterteams arbeiten in Gemeinschaften und direkt auf der Straße, um Grundschülerinnen zu identifizieren, die ihre Schulbildung abgebrochen haben oder von einem Schulabbruch gefährdet sind.

2. Dann arbeiten Sozialarbeiter und Geschäftsteams gemeinsam daran, die spezifischen Her-ausforderungen zu überwinden, die den Schulbesuch behindern oder gefährden:
a) Sozialarbeiterteams beraten die Kinder und befassen sich mit Einstellung und Verhalten der Eltern.
b)  Geschäftsteams helfen Familien in finanziellen Schwierigkeiten, die Schulbildung ihrer Töchter zu finanzieren, durch finanzielle Unterstützung, Training und Beratung.  In Sierra Leone und Liberia ist die Schule nicht kostenlos. Kosten wie Schulgebühren, Schuluniformen und Bücher sind der wichtigste Faktor, der den Schulbesuch vieler Kinder verhindert, speziell bei Mädchen, deren Bildung meist nicht priorisiert wird. Street Child hat durch die Unterstützung der Familiengeschäfte und den Aufbau der wirtschaftlichen Kapazität bereits 10.000 Familien geholfen, ihren Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen.

3. Zusätzliche Elemente bei der Unterstützung der Mädchenbildung umfassen:
a) Besondere Unterstützung von Müttern im Teenageralter (denen wegen sozialer Stigmatisierung die Teilnahme  am  Unterricht  oder  an  Abschlussprüfungen  verwehrt  sind),  einschließlich  Kinderpflege, finanzielle Unterstützung und Beratung.
b) Training von Lehrern in Bezug auf Kinderschutz und geschlechtsspezifische Unterrichtsstile.
c) Beratung von Familien und Gemeinschaften in Bezug auf Probleme wie frühe Verheiratung und Arbeit, um Eltern nicht nur von der Wichtigkeit der Mädchenbildung zu überzeugen, sondern sie anzuhalten, ihren Töchtern auch zu Hause die Gelegenheit zum Lernen zu bieten, unbeeinträchtigt von finanziellen und geschlechtlichen Belangen der Erwachsenen.


Überwachung und Bewertung der Ergebnisse:
Nachhaltigkeit ist das Herz unserer Arbeit und unsere Ergebnisse sprechen für sich selbst - 92 % der von uns unterstützten Kinder setzen ihren Schulbesuch fort und 90 % der Familiengeschäfte bestehen mindestens ein Jahr nach dem Auslaufen jeglicher Unterstützung. Was wir tun, funktio-niert – und wir brauchen Ihre Hilfe, um noch mehr zu tun. Unsere Arbeit wird sorgfältig überprüft und beurteilt, und unsere Geldgeber erhalten regelmäßig aktuelle Berichte.

Die Familien werden wöchentlich überprüft, damit Probleme frühzeitig erkannt werden können und Unterstützung gewährt werden kann, soweit dies erforderlich ist. Die Familien werden für eine langfristige Nachhaltigkeit betreut und erhalten Schulungen. Außerdem bieten wir Sparpläne mit Leistungsanreizen (bei denen Ersparnisse durch Street Child angeglichen werden, wenn die Bedingungen erfüllt werden). Wenn die Kinder in der Schule angemeldet sind, erhalten sie regelmäßige Nachfolgebesuche und die Anwesenheit sowie Prüfungsergebnisse werden überwacht. Abweichende Ergebnisse werden mit dem Kind, der Familie und ggf. der Schule nachverfolgt. Es ist eine Bedingung des Geschäftsgründungszuschusses und des späteren Sparplans, dass das Kind in der Schule bleibt.

Dieses Projekt wird auf höchster Ebene monatlich, mit regelmäßigen Lageberichten an die leitenden Management-Teams von Street Child sowohl in Sierra Leone wie auch in GB, überprüft. Es besteht auch eine zusätzliche jährliche Prüfung zur Nachhaltigkeit. Unser „schützendes Netzwerk“ von zuverlässigen und engagierten Mitarbeitern unterstützt unsere Arbeit. Während der Ebola-Krise wurden Street Child und die erhaltene Unterstützung wiederholt als Grund angegeben, warum Familien ihren Betrieb weiterführen konnten und sich somit um Waisen durch Ebola kümmern und ihre Kinder in die Schule schicken konnten.
Zwischen 2009 und 2013, vor Ebola, konnte Street Child hervorragende Ergebnisse berichten: mehr als 2000 Familienbetriebe wurden von Street Child vor Ebola gegründet oder unterstützt, mit 92 % Kindern, die in der Schule erfolgreich waren. 90 % dieser Familien sind noch immer in der Lage, die Schulbildung ihrer Kinder zu finanzieren. Seit dem Ausbruch von Ebola haben wir bereits über 18.500 Kindern geholfen, zur Schule zurückzukehren und 7000 Familien Zuschüsse zum Lebensunterhalt zu gewähren.

Nächste Schritte:
Ihre Unterstützung würde für uns und unser Projekt sehr viel bedeuten

Diese Arbeit kann nur mit der großzügigen Unterstützung durch unsere Spender weiterge-führt werden. Hier sind einige Beispiele, was bestimmte Spendensummen bewirken können:

• 1.250 € ermöglichen den Grundschulbesuch von 100 Kindern für ein Jahr;
• 3.100 € ermöglichen die Organisation von 100 Gemeinschaftstreffen zur Förderung der Mä-chenbildung oder die Weiterbildung von 500 Lehrern für bessere Unterrichtsstandards;
• 6.200 € ermöglichen Gründungszuschüsse und Ausbildung für 100 Kindern;
• 31.500 € unterstützen die Schulbildung von 150 Müttern im Teenageralter und die Betreuung ihrer Kinder.
• 63.000 €  ermöglichen  588  Mädchen,  die  Grundschule  abzuschließen  und  die  weiterführende  Schule  zu beginnen, und hilft den Familien, die Bildung ihrer Töchter und deren Geschwistern und gewährleisten.

Trägerorganisation des Projekts

Street Child Deutschland e.V.

Street Child Deutschland e.V.
Register-Nr.: 201895

HelpRank - Transparenzsystem

Der HelpRank repräsentiert den Grad an Transparenz dieser Organisation.

  • Satzung+1
  • Projekte+1
HelpRank Gesamt2 / 10
Was ist der HelpRank?

Spendenzertifikat

Spendenzertifikat

Als "Dankeschön" für deine Unterstützung erhältst du nach der Spende per E-Mail ein persönliches Spendenzertifikat. Eine kleine Erinnerung an deine gute Tat!

HelpDirect Auszeichnungen