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Informationen zum Projekt

Stolz hält Lawrence Adhikari, Regionalkoordinator im IDP Midnapur Projekt, einen dicken schwarzen Ordner in die Höhe. Prall gefüllt mit Informationsblättern, Bekanntmachungen verschiedener Regierungsstellen, Gesetzestexten und speziell für den Einsatz in Dörfern entwickelten Filmen auf CD enthält er alle wichtigen Informationen, die Lawrence für seine Arbeit in den abgelegenen Adivasi-Dörfern benötigt. Es sind immer wieder die gleichen Fragen, die ihm gestellt werden: Wo bekomme ich Hilfe für meine verwitwete Mutter? Wie beantrage ich eine Geburtsurkunde, einen Behindertenausweis etc.? Welchen Zuschuss erhalte ich von der Regierung, wenn ich mein Kind im Krankenhaus zur Welt bringe und nicht zu Hause? An welche Stelle muss ich mich wenden, um einen Job unter dem neuen staatlichen 100-Tage-Arbeit-Programm zu bekommen?

Im vergangenen Jahr startete Lawrence in seinem regionalen Unterzentrum Baligeria eine kleine Beratungsstelle, an die sich die Menschen der umliegenden Dörfer mit ihren Problemen wenden können. Die IDP-Mitarbeiter, die einen guten Kontakt zu den Regierungsstellen pflegen und sich regelmäßig über die neuen Regierungsprogramme informieren, suchen nach der passenden Unterstützungsmöglichkeit und leiten die Menschen beim Ausfüllen der Formulare und der Beschaffung der notwendigen Unterlagen an. Über 2.220 Menschen aus 47 Dörfern nutzten das Angebot im vergangenen Jahr. In diesem Jahr sollen in den zwei weiteren regionalen Unterzentren Beratungsstellen eröffnet werden.

Die Zusammenarbeit mit den Regierungsstellen wird für unsere Partnerorganisationen immer wichtiger. In den letzten Jahren haben die Zentralregierung und die Regierung von Westbengalen viele Programme zur Verbesserung der Lebensbedingungen von benachteiligten und in Armut lebenden Menschen begonnen und neue Strukturen der kommunalen Selbstverwaltung geschaffen, deren Aktivitäten aber noch in den Kinderschuhen stecken. Die Menschen in den Dörfern, die kaum lesen und schreiben können, wissen meist nicht, wie sie die zur Verfügung stehenden Programme zur Verbesserung ihrer Situation nutzen können. Hier werden unsere Partner zu wichtigen Vermittlern, die die Dorfbewohner über ihre Rechte informieren und ihnen bei der Durchsetzung behilflich sind. Gleichzeitig nehmen unsere Partner eine Kontrollfunktion ein, die Korruption und Nachlässigkeit in den Behörden einen Riegel vorschiebt. Schon vor zwei Jahren führte die Indienhilfe ein einjähriges Fortbildungsprogramm durch, bei dem die Mitarbeiter unserer Partner lernten, wie sie mit den Behörden und Gemeindeverwaltungen zusammenarbeiten und die Menschen in den Dörfern bei der Durchsetzung ihrer Rechte unterstützen können. Gerade Selbsthilfegruppen spielen dabei eine große Rolle, deren Mitglieder befähigt werden, sich selbst für die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen und die Entwicklung ihres Dorfes einzusetzen.

Informationen zur Arbeitsweise der Selbsthilfegruppen (SHGs) unserer Partner schicken wir Ihnen gerne zu. Wenn Sie sie unterstützen möchten, spenden Sie bitte unter dem Stichwort „SHG“ auf unser Projektkonto!

Weitere Hilfsprojekte von Indienhilfe e.V.

Trägerorganisation des Projekts

Indienhilfe e.V.

Indienhilfe e.V.
Register-Nr.: 652

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