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Informationen zum Projekt

Ghazni und Wardak sind zwei unwegsame, ländliche Provinzen in Zentral-Afghanistan. Während in Ghazni vorwiegend Hazaras leben (ca. 540.000 Menschen), ist Wardak paschtunisch geprägt (ca. 500.000 Einwohner). Beide Provinzen sind von Konflikten um Land gezeichnet, das – bei weit vorangeschrittener Abholzung – karg und wasserarm ist. Dennoch stellt die Land­wirtschaft bis heute die Haupteinnahmequelle dar (ca. 80 %). Die Bauern erzeugen vor allem Trockenobst und Milch­produkte. Die Bevölkerung in Jaghori, einem Distrikt in Ghazni, hat den Ruf, im Provinzvergleich besonders bildungshungrig zu sein. Hier erreicht die Alphabetisierungsrate der jungen Menschen unter 25 Jahren 82 %. Vergleichsweise mehr Studierende aus Ghazni als aus anderen Provinzen kommen an die Hochschulen in Kabul. 

Weder in Ghazni noch in Wardak gibt es eine zentrale Stromversorgung, kaum staat­liche Einrichtungen und die Sicherheitslage, gerade entlang der zentralen Haupt­straße nach Kabul, ist durch Warlords und ihre marodierenden Banden bedroht. „Und doch geben die Menschen die Hoffnung auf eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen nicht auf“, weiß der afghanische Ingenieur und Erfinder Herr Achtari, der sich seit fast zehn Jahren mit seinem Können und aus ganzem Herzen der Verbreitung regenerativer Energietechniken in Afghanistan widmet.

Eine schon sichtbare Hoffnung ist das Modelldorf Bedmoschk, dessen Versorgung mit erneuerbaren Energien große Strahlkraft entwickelt. Diese Erfahrungen mit einfachen, wartungsfreundlichen Anlagen und Geräten sollen nun in großem Maßstab weitergegeben werden.

Dazu werden 260 Höfe, „Qalas“ genannt, ausgewählt. In ihnen leben meist fünf bis zehn Familien, zwischen 30 – 40 Personen; auch Witwen und Waisen sind traditionell integriert. Auswahlkriterien sind die Bedürftigkeit der Menschen im Qala, ihr Wunsch, sich gemeinsam zu engagieren, und ihre Bereitschaft, einen – wenn auch nur geringfügigen – Geldbetrag einzubringen.

Die Energiestationen mit ihrer Kombination aus Wind- und Sonnenenergie erlauben, neben der sicheren Lichtquelle, den Einsatz strombetriebener Geräte. Herr Achtari erklärt: „Es ist gerade dieses auf den ersten Blick verborgene Potential, das die soziale und ökonomische Stellung der Frau nachhaltig verändern kann.“ Denn die elektrischen Geräte wie Butterschläger und Trocknungsanlagen, die im Rahmen des Projektes gebaut werden, erleichtern Frauen ihre traditionellen, schweren Arbeiten. Zum Beispiel müssen Frauen beim Buttern viele Stunden lang schwere Tonkrüge rollen. Mit einem solarbetriebenen Butterschläger erreichen sie das gleiche Ergebnis in nur sieben Minuten. In solarbetriebenen Trocknungsanlagen trocknen Früchte in einer sauberen Umgebung schneller, erreichen geringere Restwassergehalte und damit eine bessere Haltbarkeit. Wenn Frauen in diesen Bereichen Produkte guter Qualität erzeugen, trägt das nachhaltig zur Verbesserung des Familieneinkommens bei. In Folge dessen verbessert sich nicht nur ihre ökonomische Position in der Familie, sondern auch ihre soziale Stellung.

Alle Geräte werden in Afghanistan, vor allem in der Werkstatt des Modelldorfes Bedmoschk, gefertigt. Gleichzeitig werden Jugendliche als Solar- und Windenergietechniker ausgebildet, die die neuen Nutzerinnen und Nutzer in die Technik einführen und den dauerhaften und störungsfreien Betrieb der Anlagen und Geräte sichern.

Eine Energiestation kostet 1.200 Euro; ein Butterschläger 39 Euro, eine solarbeheizte Trocknungsanlage 210 Euro. Ihre Spende wird aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit vervierfacht.

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Trägerorganisation des Projekts

Zukunftsstiftung Entwicklung in der GLS-Treuhand

Zukunftsstiftung Entwicklung in der GLS-Treuhand
Register-Nr.: 892 Bochum

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