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Initiative Transparente Zivilgesellschaft

transparente zivilgesellschaft

 

Einheitliche Veröffentlichungspflichten für gemeinnützige Organisationen gibt es in Deutschland nicht. Wer für das Gemeinwohl tätig wird, sollte der Gemeinschaft dennoch sagen: Welche Ziele die Organisation genau anstrebt, woher die Mittel stammen, wie sie verwendet werden und wer die Entscheidungsträger sind. Auf Initiative von Transparency Deutschland e. V. haben zahlreiche Akteure aus der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft zehn grundlegende Punkte definiert, die jede zivilgesellschaftliche Organisation der Öffentlichkeit zugänglich machen sollte. Unterzeichner der Initiative verpflichten sich freiwillig, diese zehn Informationen auf ihrer eigenen Website leicht zugänglich zu veröffentlichen. Aktion HelpDirect e.V. nimmt an dieser Initiative teil.

 
An dieser Stelle finden Sie die 10 relevanten Punkte über die Arbeit von HelpDirect. Die Präambel der Initiative Transparente Zivilgesellschaft ist unterhalb der 10 Punkte zu finden.
 
Unsere 10 Punkte für mehr Transparenz:
 
1. Name, Sitz, Anschrift und Gründungsjahr unserer Organisation:
 
Aktion HelpDirect e.V., Ahrweg 107, 53347 Alfter (bei Bonn), Gründungsjahr: 1999
 
2. Satzung sowie Angaben zu den Zielen unserer Organisation
 
Zur unserer Satzung
Zu den Grundsätzen
 
3. Angaben zur Steuerbegünstigung
 
Der Aktion HelpDirect e.V. (Steuernummer: 222/5737/0714) ist nach dem letzten uns zugegangenen Freistellungsbescheid des Finanzamtes Sankt Augustin vom 11.11.2010, von der Körperschaftssteuer befreit, weil sie ausschließlich und mittelbar steuerbegünstigte mildtätige und gemeinnützige Zwecke im Sinne des §§ 51 ff. AO dient.
 
4. Name und Funktion wesentlicher Entscheidungsträger
 
Zu unserem Team
 
5. Tätigkeitsbericht
 
Informationen über unsere Aktivitäten finden Sie in unserem Jahresbericht
 
6. Personalstruktur
 
Der Vorstand und die Mitglieder sind ausschließlich ehrenamtlich tätig und erhielten (wie in den Vorjahren) keinerlei Bezüge. Es wurden lediglich entstandene Aufwendungen wie z.B. Reisekosten erstattet.
 
7. Angaben zur Mittelherkunft
 
Umfangreiche Informationen über die Einnahmen unserer Organisation können Sie dem ausführlichen Finanzteil unseres Jahresberichts entnehmen.
 
8. Angaben zur Mittelverwendung
 
Umfangreiche Informationen über die Aufwendungen und Ausgaben unserer Organisation können Sie dem ausführlichen Finanzteil unseres Jahresberichts entnehmen.
 
9. Gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mit Dritten
 
Der Aktion HelpDirect e.V. hält eine 30 %- ige Beteiligung an der in 2009 gegründeten Social Business Company HelpGroup GmbH. Diese stellt Hilfsorganisationen Internet-Technologie zur Spendengewinnung zur Verfügung.
 
10. Zahlungen, die mehr als 10 % des Gesamtjahresbudgets ausmachen
 
Zahlungen oder Einzelspenden von juristischen oder natürlichen Personen, die über 10% des Gesamtjahresbudgets ausmachen, waren im abgelaufenen Jahr nicht vorhanden.
 
 
 
Präambel der Initiative Transparente Zivilgesellschaft
 
Stärke und Vielfalt der Zivilgesellschaft sind gute Indikatoren für den Entfaltungsgrad moderner Bürgergesellschaften. Die Währung dieses Sektors heißt Vertrauen: Vertrauen von öffentlichen und privaten Geldgebern, Mitarbeitern, Ehrenamtlichen oder Begünstigten in die Handlungsfähigkeit und Rechtschaffenheit von Organisationen, die für das Gemeinwohl tätig werden. Diese Vertrauensstellung gilt es zu bewahren und weiter auszubauen. Dafür ist Transparenz ein wichtiger Schlüssel. Und so haben sich in den vergangenen Jahren viele Organisationen freiwillig verpflichtet, mehr Informationen öffentlich zu machen, als es der Gesetzgeber von ihnen verlangt. Ein gemeinsam anerkannter Transparenzstandard ist dabei allerdings nicht entstanden. Wie viel Transparenz von den ca. 550.000 Vereinen, 17.000 Stiftungen und zahllosen weiteren Organisationen, die für das Gemeinwohl in Deutschland tätig sind, generell erwartet wird, bleibt weiterhin unklar.
 
Das soll sich ändern. Ziel der Initiative Transparente Zivilgesellschaft ist es, ein möglichst breites Aktionsbündnis innerhalb der Zivilgesellschaft herzustellen, das sich auf die wesentlichen Parameter für effektive Transparenz einigt. Die Unterzeichner der Initiative verpflichten sich, zehn präzise benannte, relevante Informationen über ihre Organisation leicht auffindbar, in einem bestimmten Format der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Damit sollen bestehende Standards nicht ersetzt, wohl aber eine Messlatte für die Eingangsvoraussetzungen effektiver Transparenz im gemeinnützigen Sektor festgelegt werden.
 
Während Kapitalgesellschaften in Deutschland seit Januar 2007 auf einer Internetplattform ihre Bilanz, Namen der Geschäftsführung, Anzahl des hauptamtlichen Personals und anderes mehr offen legen müssen, sind Organisationen der Zivilgesellschaft (ausgenommen gemeinnützige Kapitalgesellschaften wie gGmbHs oder gAGs) nicht verpflichtet, die Öffentlichkeit über die Herkunft und Verwendung ihrer Mittel zu informieren. Bei gemeinnützigen Organisationen besteht zwar gegenüber den Finanzämtern eine Auskunftspflicht, ein spezifisches und einheitliches Format existiert dafür jedoch nicht. Überdies unterliegen alle beim Finanzamt eingereichten Informationen (beispielsweise zur Erlangung des Gemeinnützigkeitsstatus) dem Steuergeheimnis und werden nur veröffentlicht, sofern die Organisationen dies freiwillig tun.
 
Die Unterzeichner der Initiative Transparente Zivilgesellschaft verpflichten sich, nach einem bestimmten Format offen zu legen, welche Ziele ihre Organisation verfolgt, woher die Mittel stammen, wie sie verwendet werden und wer darüber entscheidet. Sie stellen diese Informationen klar strukturiert und leicht auffindbar ins Netz. Für einige Organisationen ist dies bereits heute gängige Praxis. Für andere ist es ein großer Schritt. Vor allem lokale und regionale Organisationen werden durch die Initiative ermutigt, sich dem Thema Transparenz stärker zu widmen. Der Standard gilt solange, bis weitere Entwicklungen seine Überarbeitung notwendig machen.
 
Die Unterzeichner dieser Initiative rufen alle Organisationen der Zivilgesellschaft auf, die folgende Selbstverpflichtung verbindlich zu erklären, einzuhalten und zu verbessern. Gleichzeitig werden die Bürger aufgerufen, von dem Informationsangebot Gebrauch zu machen und den Dialog mit den Organisationen der Zivilgesellschaft zu verstärken. Wo Engagement für die Gemeinschaft stattfindet, sollte Transparenz gegenüber der Gemeinschaft selbstverständlich sein.