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Prüfzeichen Organisationen

Grundsätzlich kann man nicht sagen, dass eine Hilfsorganisation, die nicht einer dieser hier genannten Prüfpartner angehört oder durch sie geprüft wurde, nicht optimal arbeitet. Teilweise entstehen den Organisationen neben den buchhalterischen Pflichten und Prüfungsorganen (z. B. Wirtschaftsprüfungsgesellschaften) auch noch Gebühren für die Mitgliedschaft in den obigen Organisationen oder Gebühren für die Erteilung von "Qualitätssiegeln". Viele Organisationen berufen sich deshalb auf die ausschließliche Prüfung durch die Finanzbehörden. Jedoch kann es Ihnen als Spender, eine relative Sicherheit geben, wenn eine Prüfung oder Mitgliedschaft vorhanden ist. Urteilen Sie selbst, ob Ihnen dieses Kriterium wichtig ist oder nicht.

 

Die Strukturen im Bereich der Spendenprüfungen und der Verbandsmitgliedschaften mit ihren Selbstverpflichtungen ist in Deutschland sehr komplex. Der folgende Überblick soll Ihnen eine Vorstellung hierüber verschaffen. Weitere Informationen zu den einzelnen Prüfpartnern finden Sie auf deren Websites:

 

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dzi

DZI – Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen

Die in Berlin ansässige Stiftung bietet seit 1906 Auskünfte und Entscheidungshilfen für Spenderinnen und Spender. Seit 1992 vergibt sie auf freiwilligen Antrag und nach umfassender Prüfung das "DZI Spenden-Siegel" an überregional sammelnde, gemeinnützige Spendenorganisationen. Darüber bietet es auch Auskünfte zu rund 350 Organisationen ohne Spenden-Siegel. Anfang 2010 trugen 250 Organisationen das DZI Spenden-Siegel, von denen Sie viele auch hier bei HelpDirect finden werden. Das DZI prüft sehr genau, ob die Kriterien eingehalten werden. Aufgrund dessen sind nur ca. 70 % der Erstanträge auf Zuerkennung des Siegels erfolgreich. Zurzeit dürfte das DZI Spenden-Siegel die wohl umfassendste der in Deutschland existierenden Spendenprüfungen sein. www.dzi.de

PHINEO

PHINEO gibt Sozialen Investoren (Spendern, Stiftern und soziale engagierten Unternehmen) Orientierung bei der Suche nach Themenfeldern und konkreten Projekten für ihr wirkungsvolles soziales Engagement. Als gemeinnützige Aktiengesellschaft wird PHINEO von einem breiten Bündnis aus Wirtschaft, Staat und Gesellschaft getragen. Gesellschafter sind u.a. die Bertelsmann Stiftung, die Deutsche Börse, KPMG und die Stiftung Mercator. PHINEOs Mission ist es, den gemeinnützigen Sektor und die Gesellschaft zu stärken. Um dieses Ziel zu erreichen, empfiehlt PHINEO auf Basis der PHINEO-Analyse gemeinnützige Projekte, die ein besonderes Potenzial haben, die Gesellschaft nachhaltig zu gestalten. Die PHINEO-Analyse ist ein unabhängiges und umfassendes Analysekonzept für gemeinnützige Aktivitäten. Die Teilnahme am Analyseverfahren ist kostenfrei und richtet sich grundsätzlich an gemeinnützige Organisationen aller Art und Größe. PHINEO analysiert gemeinnützige Organisationen hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit und des Wirkungspotenzials ihrer Projekte. Sechs organisationsbezogene und drei projektbezogene Kriterien bilden den Rahmen für diese Einschätzung. Diese Kriterien werden in einem vierstufigen Verfahren analysiert; das Verfahren ist eingebettet in die gesamthafte Analyse von gesellschaftlichen Handlungsfeldern im Rahmen von sogenannten Themenreports. Empfohlen und öffentlich dargestellt werden von PHINEO nur diejenigen Organisationen und deren Projekte, die das Analyseverfahren insgesamt positiv durchlaufen haben – momentan ca. 20% der Organisationen, die an der PHINEO-Analyse freiwillig teilgenommen haben.

Die PHINEO-Methodik analysiert die Leistungsfähigkeit der Organisation und die Wirkung von Projekten. Da sich der HelpRank nur auf Organisationen bezieht, ist die Qualitätsprüfung aus der Projektbewertung nicht in dem HelpRank berücksichtig. Die Punkte nehmen über die Zeit ab (1. Jahr 4 Punkte, 2. Jahr 3 Punkte, 3. Jahr 2 Punkte, 4 Jahr 1 Punkt), da die PHINEO-Analyse nicht jährlich wiederholt wird. www.phineo.org

Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen e.V.

DEA – Deutsche Evangelische Allianz
AEM - Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen e.V.

Beide Organisationen sind sehr eng miteinander verbunden und prüfen ausschließlich evangelikale Missions- und Hilfswerke. Sie vergeben gemeinsam das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz. Geprüft werden dabei insbesondere der Umgang mit Spendenmitteln, die Art der Spendenwerbung, der Umgang mit Spenderadressen und die Höhe der Verwaltungskosten. Die Prüfung findet durch ein unabhängiges Gremium statt. Die Richtlinien für das Spendensiegel sind in Anlehnung an die des DZI und in Abstimmung mit dem DZI entstanden und deshalb sehr ähnlich. Geprüft werden, im Unterschied zum DZI, religiöse, diakonische und missionarische Werke. Das unabhängige Prüfgremium arbeitet rein ehrenamtlich. www.aem.de www.ead.de

pwc

PricewaterhouseCoopers - Transparenzpreis

Jährlich zeichnet PricewaterhouseCoopers (PwC) deutsche Spendenorganisationen für eine vorbildliche Berichterstattung mit dem Transparenzpreis aus. PwC hat den Transparenzpreis initiiert, um die Qualität der Berichterstattung von Spendenorganisationen zu verbessern und größere Transparenz für Spenderinnen und Spender herzustellen, denn die gesetzlichen Vorschriften sind hier lückenhaft. Gemeinsam mit der Universität Göttingen (Prof. Dr. Lothar Schruff) hat PwC einen Kriterienkatalog entworfen, der jährlich weiterentwickelt und aktualisiert wird. www.pwc.de/de/transparenzpreis

Deutscher Spendenrat e.V.

Deutscher Spendenrat e.V.

Der Deutsche Spendenrat e.V. ist ein Dachverband spendensammelnder gemeinnütziger Organisationen. Mitglieder des Deutschen Spendenrates e.V. sind private und kirchliche Träger, die sich für Humanitäre Hilfe, Tier-, Arten- und Naturschutz engagieren. Die Mitglieder unterzeichnen eine Selbstverpflichtungserklärung in der sie sich zu Transparenz verpflichten. Inhalt dieser Erklärung ist u. a. die Vermeidung von Werbung, die gegen die guten Sitten verstößt und der Verkauf von Spendenadressen. Ferner ist festgelegt, dass ein standardisierter Jahresbericht vorzulegen ist. Diesen Bericht kann jeder Interessierte bei dem jeweiligen Mitglied erhalten. Bei Verstößen gegen die Selbstverpflichtungserklärung empfiehlt der Schiedsausschuss Sanktionen die bis zum Ausschluss des Mitglieds führen können. www.spendenrat.de

VENRO Verhaltenscodex

VENRO ist der Bundesverband entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen (NRO). Seine Mitgliedschaft spiegelt die Heterogenität der entwicklungspolitischen Organisationen in Deutschland wieder. Der vorliegende Kodex will dieser Heterogenität Rechnung tragen und gleichzeitig verbindliche Richtlinien für die Sicherung von Qualität und Transparenz der NRO Arbeit vorgeben. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, formuliert der vorliegende Kodex zum einen Prinzipien der Organisationsführung, der Kommunikation, der Betriebsführung und der Wirkungsbeobachtung und zum anderen Standards für deren Umsetzung. Mit der Annahme des Kodexes auf der Mitgliederversammlung 2008 bekennen sich die Mitgliedsorganisationen zu den im Kodex dargelegten Prinzipien und erkennen diese als verbindlich an. Die Standards stellen erste Zielformulierungen dar, deren Praxistauglichkeit innerhalb der nächsten zwei Jahre überprüft werden soll. Mit der Verabschiedung des Kodex bekunden die VENRO Mitglieder deshalb zugleich ihren Willen, an der Umsetzung und der Weiterentwicklung der Standards zu arbeiten. Nach einer zweijährigen Erprobungsphase werden die Erfahrungen ausgewertet und der Kodex wird entsprechend angepasst. www.venro.org

Initiative Transparente Zivilgesellschaft

Die Unterzeichner der Initiative Transparente Zivilgesellschaft verpflichten sich, nach einem bestimmten Format offen zu legen, welche Ziele ihre Organisation verfolgt, woher die Mittel stammen, wie sie verwendet werden und wer darüber entscheidet. Sie stellen diese Informati- onen klar strukturiert und leicht auffindbar ins Netz. Für einige Organisationen ist dies bereits heute gängige Praxis. Für andere ist es ein großer Schritt. Vor allem lokale und regionale Or- ganisationen werden durch die Initiative ermutigt, sich dem Thema Transparenz stärker zu widmen. Der Standard gilt solange, bis weitere Entwicklungen seine Überarbeitung notwen- dig machen. www.transparency.de

Start Social

Die Geburtsstunde von startsocial schlug bei einem Abendessen beim damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder im Juni 2000. Vertreter großer und kleiner Unternehmen, die sich um den Aufbau der "Tafelbewegung" in Deutschland verdient gemacht hatten, waren geladen. Die Frage, die man diskutierte, war: Wie kann man dem sozialen Engagement im Jahr 2001, dem Internationalen Jahr der Freiwilligen, neue Impulse geben? Als Antwort rief die Wirtschaft startsocial ins Leben. Bereits 2001 fand unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzler Gerhard Schröder der Wettbewerb erstmals statt. Eine Erfolgsgeschichte hatte begonnen. Um der Initiative eine dauerhaftere Basis zu geben, wurde im August 2003 der gemeinnützige Verein startsocial e.V. gegründet. Das startsocial-Konzept wurde in den folgenden fünf Wettbewerbsrunden kontinuierlich verbessert und dem Bedarf angepasst – insbesondere sind die Rahmenbedingungen überarbeitet und das Betreuungskonzept intensiviert worden. Heute erhalten die jeweils besten 100 Projekte eines Wettbewerbsjahres ein kostenloses Beratungsstipendium von drei Monaten. www.startsocial.de