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Kategorien:

Entwicklungshilfe, Bildung, Armut

Rubriken:

Sonstiges Entwicklungshilfe, Landwirtschaft, Existenzsicherung, Mädchen und Frauen, Berufliche Bildung, Armut unter Frauen

Bangladesch: Hoffnung für Teegartenarbeiter und Weber

Projektnummer bei HelpDirect: 110224000

Die Lebenssituation der Menschen
Der Distrikt Moulvibazar gehört zu den Teeanbaugebieten Bangladeschs. Die Teegartenarbeiter gehören verschiedenen ethnischen Minderheiten an und haben sich bis heute nicht in die Gesellschaft Bangladeschs integriert, d.h. in sozialer Hinsicht gibt es kaum einen Austausch zwischen den mehrheitlich Bengalen im Land und diesen Minderheiten. Die Bengalen betrachten sie als rückständig und unzivilisiert. Da die verschiedenen Minderheiten nicht zusammenarbeiten, nicht über ihre Rechte informiert und dem Damoklesschwert der fristlosen Kündigung ausgesetzt sind, ist Ausbeutung leicht möglich.

Die Monipuri, die zweite große Zielgruppe des Projekts, leben traditionell vom Weben und der Landwirtschaft. Auch fertigen sie Holzmöbel an. Sie besitzen nur das Land, auf dem ihre einfachen Behausungen errichtet wurden. Einige wenige besitzen kleinere Parzellen, auf denen sie Gemüse für den Eigenbedarf und Verkauf anbauen. Andere arbeiten als Landarbeiter für einige Monate im Jahr. Die Weber unter ihnen arbeiten mit veralteten Geräten, leiden unter oft hohen Einkaufspreisen für die benötigten Materialien und schlechten Verkaufserlösen.

2. Projektphase: April 2009 - März 2012
Die Arbeit der schon bestehenden 181 Selbsthilfegruppen soll fortgesetzt und vertieft werden. Neben den wöchentlichen Treffen der Mitglieder, bei denen die eigens erstellten Arbeitspläne diskutiert werden, erhalten Mitglieder aus jeder Selbsthilfegruppe Trainings und Lehrgänge, u.a. zu den Themen Lobbyismus (gegenüber der Lokalregierung), Verwaltung von Krediten und Gruppenleitung. 1.800 Kinder werden eine (Vor)-Schule besuchen. 180 junge Menschen erhalten eine qualifizierte Berufs-ausbildung; 1.050 Personen eine berufliche Fortbildung und fast 7.000 Menschen einen Kleinkredit. Die Dialogprogramme gehen natürlich auch weiter. Die Gruppen wie auch die einzelnen Mitglieder stark zu machen, ist das vorrangige Ziel. Die Gruppen sollen im März 2012 auf eigenen Füßen stehen - organisatorisch wie finanziell. Die einzelnen Haushalte sollen ihr Einkommen weiter gesteigert haben - mindestens um weitere 60%. Alle Haushalte sollen über saubere Latrinen verfügen. Als Ausdruck des gewachsenen Gesundheits-bewusstseins und des erzielten bescheidenen Wohlstandes werden die Kosten für diese Latrinen vollständig vom jeweiligen Haushalt getragen.

Die Teegartenarbeiter und Weber haben schon viel erreicht. Damit die Armut aber der Vergangenheit angehört, sind sie auf weitere Unterstützung angewiesen.

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