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Klimadörfer in Ifakara - Tansania
Auch in Tansania sind die Veränderungen des Klimas zu beobachten. So regnet es in den meisten Regionen deutlich weniger als noch vor einigen Jahren. Zudem ist der Regen, wenn er dann auftritt, oft heftig und unvorhersehbar. Plan unterstützt die Menschen aus sechs Gemeinden im Kilombero-Tal dabei, eine Strategie für nachhaltige Dorfentwicklung zu finden. Ziel des Projektes ist es, den Familien zu helfen, sich an die veränderten Klimabedingungen anzupassen.
Die Folgen des Klimawandels sind auch in Tansania deutlich zu sehen, dazu gehört unter anderem der Rückgang der landwirtschaftlichen Erträge. Aus ihrer wirtschaftlichen Not heraus treffen Menschen Entscheidungen, die die Situation in ihrer Region zusätzlich verschärfen. Viehzüchter ziehen auf der Suche nach grünen Weideflächen in Gebiete, in denen noch mehr Wasser vorhanden ist. Wälder werden abgeholzt, um Anbau- und Weideflächen auszuweiten, gleichzeitig verändern sich die noch vorhandenen Wälder aufgrund des klimatischen Wandels zum Trockenwald. Der Rückgang der Wälder hat negative Auswirkungen auf das Ökosystem. Viele Menschen weichen auf die Fischerei aus, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, was wiederum zu Überfischung und abnehmenden Fischbeständen führt. Die Region ist zudem häufig von Überschwemmungen betroffen. Um den komplexen Problemen, die mit der Veränderung des Klimas in der Region einhergehen, zu begegnen, führt Plan eine Vielzahl von Aktivitäten durch.
Nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen
Intakte Waldflächen wirken stabilisierend auf das Klima, speichern Kohlenstoffdioxid, regeln den Wasserhaushalt, schützen vor Bodenerosion und dienen den Menschen vor Ort als Ressource. Plan unterstützt die Gründung von Baumschulen und die Wiederaufforstung in sechs Gemeinden mit insgesamt 396.000 Bäumen. Bisher bestehen in der Region nur wenige Schutzzonen für Waldgebiete, und es findet kein nachhaltiges Wald- und Fischereimanagement statt. In den Gemeinden werden Umweltkomitees gegründet und in Forstwirtschaft geschult. Waldmanagement-Pläne und Fortbildungen für Wildhüter tragen dazu bei, dass die biologische Vielfalt erhalten bleibt. Da die Abholzung der Wälder zur Beschaffung von Feuerholz bisher ein großes Problem in den Gemeinden darstellt, unterstützt Plan den Bau von energieeffizienten Herden in Haushalten. Radiosendungen und Kampagnen machen die Gemeindemitglieder auf Umweltschutz und Waldbrandvermeidung aufmerksam.
Durch die Bepflanzung mit Bäumen werden Flussufer vor Bodenerosion geschützt. Die Katastrophenschutzkomitees in den Gemeinden besuchen Auffrischungskurse. Wie sich im Falle einer Überschwemmung richtig verhalten wird, lernen Schülerinnen und Schüler von zwölf Grundschulen.
Mitglieder von Bauernvereinigungen werden in dürreresistenten Anbaumethoden, Schädlingsbekämpfung, Marketing und der Erhöhung des erwirtschafteten Gewinns fort und geben ihr Wissen als Multiplikatoren an rund 16.000 Bauern weiter. Fischerinnen und Fischer schließen sich zu Spargruppen zusammen, um alternative Einkommensquellen zu erschließen und kleine Investitionen zu tätigen. Ein traditionelles Reisbewässerungssystem wird so angepasst, dass es auch bei sinkenden Wassermengen der umliegenden Wasserläufe in Betrieb bleiben kann. Ein weiteres wird im Zuge des Projekts neu angelegt.
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) unterstützt das Projekt mit einer Zuwendung von 600.000 Euro.
Plan Deutschland ist mehrfach als transparente Spendenorganisation ausgezeichnet worden. Das Kinderhilfswerk erreichte 2012 in diesem Bereich zweimal den ersten Platz: beim Transparenzpreis von PwC und in einer Analyse des Wirtschaftsmagazins Capital. Plan arbeitet als eines der ältesten unabhängigen Kinderhilfswerke in 50 Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas und finanziert über Patenschaften, Einzelspenden, öffentliche Mittel sowie Firmenkooperationen nachhaltige Selbsthilfeprojekte.











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